Libanon, amtlich arabisch Al-Djumhurijja al-Lubnanijja [-dʒʊm-], deutsch Libanesische

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Landesporträt

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Libanon: Flagge

Die Zeder in der Flagge des Libanon

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Geografie

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Landschaft

Libanon grenzt im Norden, Osten und Südosten an Syrien und im Süden an Israel.

Libanon gliedert sich in einer klaren Abfolge von Westen nach Osten in vier küstenparallele Landschaften: in den schmalen Küstenstreifen, das Libanongebirge (im Qurnat as-Sawda 3 088

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Klima

Das mediterrane Klima weist warme, trockene Sommer auf. Die vorwiegend im Winter fallenden

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Vegetation

In der mediterranen Vegetation herrschen Macchie und Garigue vor; die Westabdachung

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Tierwelt

Dichte Besiedlung, intensive Landnutzung und Bürgerkrieg haben die Tierwelt Libanons stark

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Trotz der gemeinsamen arabischen Sprache bestehen innerhalb der Bevölkerung starke Gegensätzlichkeiten. Die wichtigste Differenzierung der Bevölkerung Libanons ist noch heute die nach Religionsgemeinschaften. In der Zeit der Verfassungsgebung bildeten die Christen

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Religion

Es besteht Religionsfreiheit. Der gleichberechtigten Stellung der offiziell anerkannten Religionsgemeinschaften liegt die Erklärung ihrer führenden Repräsentanten von 1943 (»Nationalpakt«) zugrunde. Offiziell durch den Staat anerkannt sind 18 Religionsgemeinschaften (vier

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Politik und Recht

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Politik

Die Verfassung vom 23. 5. 1926 (mehrfach geändert) bestimmt Libanon als parlamentarische Republik, deren Regierungssystem auf einer Verteilung der

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge wurde am 7. 12. 1943 angenommen. Sie ist rot-weiß-rot horizontal gestreift, die Streifen stehen im Verhältnis 1 : 2 : 1 zueinander.

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Parteien

Die Parteien, eigentlich mehr politische Gruppierungen, sind weitgehend konfessionell gebunden und gruppieren sich meist um führende

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Gewerkschaften

Dem Dachverband Confédération Générale des Travailleurs du Liban (CGTL; gegründet 1958;

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Militär

Die Gesamtstärke der Wehrpflichtarmee (Dienstzeit 12 Monate) beträgt etwa 59 000 Soldaten,

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Verwaltung

Es gibt 8 Provinzen (Mohafazat), darunter der Hauptstadtbezirk Beirut.

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Recht

Das Recht und die Justizverwaltung beruhen weitgehend auf einer Anzahl von

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Bildungswesen

Es besteht allgemeine Schulpflicht für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren. Auf die sechsjährige Primarstufe

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Medien

Die Medienlandschaft ist traditionell lebendig und vielfältig. Das Fernsehen hat Verbreitung im gesamten arabischen Raum. Im starken Privatsektor spiegeln sich die politischen

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs (1975) war Libanon trotz seiner Gebirgsnatur einer der dynamischsten und höchstentwickelten Staaten unter den arabischen Ländern. Im Bürgerkrieg wurde die soziale und ökonomische Infrastruktur weitgehend zerstört; viele Libanesen wanderten ab. Beirut verlor seine

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Landwirtschaft

Die intensive Landwirtschaft trägt (2016) 4,5 % zum BIP bei. Etwa die

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Dienstleistungssektor

Der Dienstleistungssektor ist der wichtigste Wirtschaftsbereich; er hat einen Anteil von (2016) 80,8 % am BIP. Schon traditionell ein Umschlagplatz im Orienthandel, wurde Libanon zur Schaltstelle zwischen westlichen Industrienationen und den arabischen Staaten. Der Dienstleistungsbereich wurde durch den

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Tourismus

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Industrie

Fast der gesamte Industriesektor, der einschließlich Bauwirtschaft einen Anteil von (2016)

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Verkehr

Die Verkehrsinfrastruktur wurde 2006 durch Bombardements und Raketenangriffe schwer beschädigt bzw.

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Geschichte

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Altertum bis Mitte des 20. Jahrhunderts

Der Raum des heutigen Libanon – Teil des Großraums Syrien – war im Altertum Zentrum der phönikischen Handelsmacht (Phönikien), gehörte in hellenistischer Zeit meist zum Seleukidenreich, seit 64 v. Chr. zur römischen Provinz Syria, dann zum Byzantinischen, im 6. Jahrhundert zum Persischen Reich. Im 7. Jahrhundert von muslimischen Arabern

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Der unabhängige Libanon

Als unabhängiger Staat trat Libanon 1945 der UNO bei und beteiligte sich am 22. 3. an der Gründung der Arabischen Liga. Aufgrund blutiger Unruhen (Mai und Juni 1945) aus Protest gegen die verstärkte Stationierung französischer Truppen zogen Frankreich und Großbritannien ab Dezember 1945 ihre militärischen Einheiten aus Libanon zurück.

Die Lage Libanons im Schnittpunkt christlicher und islamischer

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Bürgerkrieg 1975–90/91

Mit dem Ausbruch schwerer Kämpfe zwischen christlichen Milizen (v. a. der Forces Libanaises [FL] unter Gemayel) und militärischen Formationen verschiedener konfessioneller Kräfte, die sich um den Drusenführer K. D. Djumblat (* um 1917, † [ermordet] 1977) gruppierten und von den Guerillakämpfern der PLO unterstützt wurden, begann am 23. 4. 1975 ein 2. Bürgerkrieg, der sich immer enger mit dem arabisch-israelischen Nahostkonflikt verflocht. Während die Kräfte um Djumblat eine Reform des »libanesischen Systems« forderten, schlossen sich zur Verteidigung dieses Systems die Phalange und die Nationalliberale Partei (PNL)

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Libanesisch-israelischer Konflikt in den 1990er-Jahren

Als Antwort auf antiisraelische militärische Aktionen besonders der Hisbollah, der Hamas und palästinensischer Freischärler unternahm Israel seit 1991 wiederholt militärische Vorstöße in den südlichen Libanon (Sicherheitszone). Auf die Ende Juli 1993 von Israel eröffnete militärische Großoffensive zur Entwaffnung der Hisbollah, in deren Folge

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Entwicklung seit 2000

Erstmals konnten die Einwohner der früheren Sicherheitszone im September 2000 an einer Wahl in Libanon teilnehmen. Dabei setzte sich in den beiden Südprovinzen die regierungskritische Hisbollah gegenüber der ebenfalls schiitischen, aber staatstreuen Bewegung Amal durch. Am 20.  9. 2000 forderte die maronitisch-christliche Bischofskonferenz in einer öffentlichen Erklärung den Rückzug der in Libanon stationierten 30 000 syrischen Soldaten. Während Präsident Lahoud die syrische Militärpräsenz verteidigte, schloss sich Ministerpräsident Hariri der Kritik der Bischöfe an. Am 9. 4. 2001 untersagte die libanesische Armeeführung alle

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Kultur

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Bildergalerie

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Libanon: Saida

Markt in Saida, dem antiken Sidon (Libanon).

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Libanon: Byblos

Der Obeliskentempel in der antiken libanesischen Stadt Byblos entstand im 2. Jahrtausend v. Chr.

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Quellenangabe
Brockhaus, Libanon. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/libanon