Schweiz, französisch Suisse [sɥis], italienisch Svizzera, rätoromanisch Svizra, amtlich Schweizerische

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Staat und Recht

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Verfassung

Gemäß der Verfassung vom 18. 4. 1999 (in Kraft seit 1. 1. 2000; 2006 modifiziert), die die frühere Verfassung von 1874 in aktualisierter, inhaltlich aber weitgehend unveränderter Gestalt fortschreibt, ist die Schweiz ein demokratischer Bundesstaat, der aus 26 Kantonen besteht.

Gesetzgebendes Organ (Artikel 148 ff.) ist die Bundesversammlung (französisch Assemblée fédérale, italienisch Assemblea federale), die aus zwei Kammern besteht, dem Nationalrat und dem Ständerat. Die 200 Abgeordneten (Nationalräte) des Nationalrats (französisch Conseil national, italienisch Consiglio nazionale) werden in kantonalen Wahlkreisen nach Verhältniswahlrecht für 4

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Recht

Der größte Bestand des im Wesentlichen vom Bund geordneten Privatrechts (bürgerliches und Handelsrecht) findet sich im Schweizerischen Zivilgesetzbuch (ZGB); es enthält in einem 5. Teil, jedoch mit gesonderter

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Flagge und Wappen

Die Nationalflagge wurde 1848 eingeführt. Sie ist eine Wappenfahne und eine

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Nationalfeiertag

Am 1. 8. wird des »Rütlischwurs« von 1291 gedacht (Bundesfeier).

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Verwaltung

Die Schweiz ist administrativ in 26 Kantone gegliedert. Unterste Verwaltungseinheiten sind

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Parteien

Die Parteienlandschaft weist, bedingt durch die unterschiedlichen politischen Traditionen der Kantone, eine große Vielfalt auf. Im Bundesrat vertretene Parteien sind

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Gewerkschaften

Trotz Gründung lokaler Gewerkschaften in den 1840er-Jahren, des ersten nationalen Berufsverbandes 1858 (Schweizer Typographenverband) und des ersten Dachverbandes (Schweizerischer Gewerkschaftsbund, SGB) 1880 erlangten die schweizerischen Gewerkschaften erst Anfang des 20. Jahrhunderts größere Bedeutung. Machte das Scheitern des ersten »Schweizer

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Bildungswesen

Ein nationales Bildungsministerium gibt es in der Schweiz nicht. Im Sinne eines kooperativen Föderalismus teilen sich Gemeinden, Kantone und der Bund die Verantwortung für das dezentralisierte Bildungssystem. Ihr Zusammenwirken ist in der 2006 modifizierten Bundesverfassung verpflichtend festgeschrieben und wird zurzeit u. a. noch auf der Basis des Konkordats über die Schulkoordination (1970) und der Interkantonalen Vereinbarung über die Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen (1993), weiterer Regelungen zur Diplomanerkennung, einer Reihe von

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Medien

Meinungs- und Pressefreiheit sind gewährleistet, die Berichterstattung ist frei. Bei den Aufgrund der Mehrsprachigkeit und der föderalen Struktur des Landes gibt es eine stark dezentralisierte Presse mit insgesamt 180 Titeln. Den Markt für Tageszeitungen teilen sich im

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Streitkräfte

Vor dem Hintergrund der sich verändernden Sicherheitslage wurde Ende der 1980er-Jahre eine tiefgreifende Strukturreform der schweizerischen Streitkräfte sowie eine grundlegende Modernisierung der Hauptwaffensysteme eingeleitet. Gesetzliche Grundlage des Projekts »Armee 95« ist das am 1. 1. 1996 in Kraft getretene neue Militärgesetz. Danach unterhält die Schweiz auch weiterhin eine reine Milizarmee mit allgemeiner

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Landesnatur

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Landschaft

Die Schweiz ist im Wesentlichen ein Gebirgsland, das einen Teil der zentralen Alpen und diesen nördlich vorgelagerte Landschaften umfasst; ihre West-Ost-Erstreckung liegt bei rd. 350 km, die Nord-Süd-Erstreckung bei etwa 220 km. Üblich ist die Dreiteilung in die von Nordwesten nach Südosten verlaufenden Landschaftseinheiten Jura (11,9 % der Landesfläche) – Mittelland (22,8 %) – Alpen, wobei Letztere in Voralpen (16 %), Alpen (40,7 %) und Alpensüdseite (8,6 %) untergliedert werden.

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Berner Alpen: Panorama

Panoramaaufnahme der Berner Alpen mit Jungfrau, Mönch, Eiger und Männlichen

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Alpen:

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Klima

Der größte Teil der Schweiz hat ein feuchtgemäßigtes Klima mit hohen Niederschlägen; drei Viertel der Landesfläche empfangen über 1 000 mm

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Vegetation

Aufgrund der Höhenunterschiede des Territoriums der Schweiz unterscheidet man mehrere Vegetationsstufen. Die kolline Stufe (Hügellandstufe, bis etwa 600 m über dem Meeresspiegel) bietet gute Voraussetzungen für den landwirtschaftlichen

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Tierwelt

Die Tierwelt der Schweiz umfasst etwa 40 000 Arten, darunter 376 Wirbeltiere. Neben weitverbreiteten, bekannten mitteleuropäischen Arten wie Reh, Rothirsch, Wildschwein, Rotfuchs, Dachs, verschiedenen Marderartigen, Feldhase u. a. ist vor allem die alpine Fauna

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Bevölkerung und Religion

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Bevölkerung

In der Schweiz leben mehrere Sprachgemeinschaften, Konfessionen und Nationalitäten zusammen. Mehr als 20 % (Ende 2016: 25,1 %) der Bevölkerung sind Ausländer, bei der Erwerbsbevölkerung liegt der Anteil durch die vielen Grenzpendler sogar bei 26,3 %, darunter Italiener, Deutsche, Portugiesen, Serben, Spanier, Türken u. a. Die Zahl der Asylsuchenden liegt (2017) bei 93 100.

Das jährliche Bevölkerungswachstum beträgt 0,69 % (Geburtenrate 1,0 %; Sterberate 0,8 %). Das Durchschnittsalter liegt bei 42,4 Jahren, die Lebenserwartung bei 82,6 Jahren (Männer 80,3; Frauen 85,1 Jahre). Die Alterung der Schweizer Bevölkerung

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Religion

Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist durch Artikel 15 der Bundesverfassung gewährleistet; Grundlage der Staat-Kirche-Beziehungen bildet Artikel 72 der Bundesverfassung. Die Regelung der staatskirchenrechtlichen Verhältnisse erfolgt nach kantonalem Recht und ist hinsichtlich der staatskirchenrechtlichen Einzelbestimmungen in den Kantonen unterschiedlich ausgestaltet. Die 1874 in die Verfassung eingeführte Genehmigungspflicht für die Errichtung von Bistümern durch den Bund, der sogenannte »Bistumsartikel« (Artikel 72

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Wirtschaft und Verkehr

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Wirtschaft

Die Schweiz gehört zu den Ländern mit höchstem materiellem Wohlstand. Mit einem Bruttonationaleinkommen (BNE) von (2017) 80 560 US-$ je Einwohner liegt die Schweiz noch vor Norwegen und Luxemburg auf dem ersten Platz unter den europäischen Industrieländern. Auch international liegt die Schweiz unter den Industrienationen vor den USA und Japan. Die

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Dienstleistungssektor

Gemessen an der Zahl der Beschäftigten sind die wichtigsten Dienstleistungsbereiche das Gesundheits- und Sozialwesen (709 700), Handel und Kfz-Reparatur (651 500), die Erbringung von

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Tourismus

Der Tourismus hat seit dem Aufkommen des Alpinismus Ende des 18. Jahrhunderts eine lange Tradition als bedeutender Wirtschaftsfaktor. Über die Hälfte der (2017) 37,4 Mio. Übernachtungen in Hotels und Kurbetrieben entfällt auf Auslandsgäste, die vor allem aus Deutschland (3,75 Mio. Übernachtungen), den USA (2,05 Mio.), aus Großbritannien (1,62 Mio.), China (1,28 Mio.), Frankreich (1,24 Mio.), Italien (927 300) und Indien (739 200) kommen. Die Einnahmen aus

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Industrie

Von den (2017) 1,08 Mio. Beschäftigten des industriellen Sektors arbeiten fast zwei Drittel im verarbeitenden Gewerbe, rd. 32 % im Baugewerbe und 5 % in den Bereichen Bergbau, Energie- und Wasserwirtschaft. Gemessen an der Zahl der Beschäftigten sind die wichtigsten Industriezweige die Elektro- und feinmechanische Industrie

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Energiewirtschaft

Seit 1950 hat sich der Endenergieverbrauch in der Schweiz bei einer Zunahme der Bevölkerung um rund die Hälfte mehr als verfünffacht. Die größte

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Bodenschätze

Die Schweiz besitzt kaum abbauwürdige Bodenschätze. Die Förderung von Eisenerz wurde

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Landwirtschaft

Der Anteil der Landwirtschaft am BIP beträgt (2016) 0,7 %. Noch ausgeprägter als in anderen Industrieländern wird die Landwirtschaft auch in der Schweiz stark subventioniert, wobei vor

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Forstwirtschaft

In den Alpen ist die Schutzfunktion des Waldes besonders gegen Lawinen

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Fischerei

Die Fischerei ist nur von lokaler Bedeutung. Die Fangmenge (2014: 3 500

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Außenwirtschaft

Die schweizerische Volkswirtschaft ist seit jeher außenwirtschaftlich stark verflochten; die Import- und die

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Verkehr

Obwohl in der Schweiz im europäischen Vergleich mit Abstand die meisten Kilometer pro Einwohner mit der Bahn zurückgelegt werden, übertrifft das Auto die Schiene um ein Mehrfaches. Die Schweiz zählt mit einer Pkw-Dichte von (2017) 546 Einheiten je 1 000 Einwohner zu den am stärksten motorisierten Ländern der Erde. Das Straßennetz umfasst (2016) 71 540 km; davon sind 1 840 km Nationalstraßen, 17 900 km Kantonsstraßen und 51 800 km Gemeindestraßen. Bedingt durch die zentrale

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Geschichte

Zur Vorgeschichte: Mitteleuropa.

Das Besondere der Geschichte der Schweiz ist, dass sich aus einem losen Bund freier Bauerngemeinschaften und Städte ein eine Nation umfassendes Staatswesen entwickelte. Diese Bindungen begannen mit der Eidgenossenschaft der drei Urkantone 1291; vorher kann nur von einer Geschichte des heutigen schweizerischen Gebiets und seiner Bewohner, nicht aber von einer Geschichte der Schweiz gesprochen werden.

Altertum und Völkerwanderungszeit: Die keltischen Helvetier, nach denen die Schweiz sich noch heute nennt, wanderten erst kurz vor 100 v. Chr. zwischen Jura

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Informationen zur schweizerischen Kultur

Informationen zur schweizerischen Kultur:

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Weitere Medien

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Quellenangabe
Brockhaus, Schweiz. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/schweiz