Indonesien, amtlich Bahasa Indonesia Republik Indonesia, deutsch Republik Indonesien, Inselstaat in

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Landesporträt

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Flagge von Indonesien. Die Flagge ist horizontal Rot über Weiß

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Geografie

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Landschaft

Indonesien umfasst den Hauptteil des Malaiischen Archipels mit den Großen Sundainseln Borneo (indonesisch Kalimantan; ohne Brunei und die malaysischen Bundesstaaten Sabah und Sarawak im Nordwesten), SumatraJava und Celebes (Sulawesi), den Kleinen Sundainseln (Bali, Lombok, Sumbawa, Flores, Sumba, Alorinseln, Roti, Timor), den Molukken (Morotai, Halmahera, Ternate, Tidore, Bacaninseln, Obi, Sulainseln, Buru, Ambon, Seram, Kaiinseln, Tanimbarinseln, Aruinseln) sowie Papua, den Westteil Neuguineas (insgesamt 13 677 Inseln, davon rund 6 000 bewohnt).

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Klima

Tropisch-immerfeuchtes Klima herrscht auf Sumatra, dem westlichen Drittel Javas, Borneo, Celebes, den Molukken und in Papua. Die zu allen

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Vegetation

Noch immer gilt Indonesien als Waldland, doch hat der Holzeinschlag in den letzten Jahrzehnten derart zugenommen, dass der ursprünglich dominierende tropische Regenwald regional schon ganz

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Tierwelt

Indonesien zählt weltweit zu den Ländern mit der größten Vielfalt an vorkommenden Tierarten. Verantwortlich dafür ist eine der bemerkenswertesten zoologischen Grenzen, die quer durch den Archipel

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Im Vielvölkerstaat mit rund 360 Ethnien leben größtenteils Indonesier, darunter Javaner (40 %), Sundanesen (15 %), Maduresen (3 %) und Balinesen, sowie Malaien, Papua (in Papua) u. a. Die schon seit Jahrhunderten ansässige chinesische Minderheit spielt

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Religion

Ausgehend vom in der Verfassung (Artikel 29) niedergelegten Grundsatz des Glaubens an einen höchsten Gott (die »All-Eine Gottheit«), garantiert der Staat das Recht auf freie Religionsausübung. Als Religionen-gesetzlich anerkannt (Gesetz Nr. 1/1965) sind der Islam, das Christentum katholischer und protestantischer Konfession, der Buddhismus und der Hinduismus; seitens der

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Politik und Recht

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Politik

Indonesien ist eine präsidiale Republik mit unitarischem Charakter. Nach den provisorischen Verfassungen von 1945 sowie Februar und August 1950 wurde die Verfassung von 1945 durch Dekret des Präsidenten vom 5. 8. 1959 wieder in Kraft gesetzt und

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge ist horizontal Rot über Weiß gestreift. Sie geht auf das Reich von Majapahit zurück, das im 13. Jahrhundert die indonesischen Inseln beherrschte. Im 20. Jahrhundert wurde sie im Kampf gegen die Niederländer als Ausdruck des Nationalismus gehisst

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Parteien

Nach dem Ende der Suharto-Ära entstand eine Vielzahl neuer Parteien. Laut Parteiengesetz vom 27. 1. 1999 können Parteien verboten werden, wenn sie

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Verwaltung

Indonesien ist administrativ in 32 Provinzen (Propinsi), 1 Sonderregion (Yogyakarta) und

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Militär

Die Gesamtstärke der Wehrpflichtarmee (Dienstzeit 24 Monate; die Jahrgänge werden nur teilweise einberufen)

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Recht

Das Gerichtsverfassungsgesetz von 1970 unterscheidet ordentliche, religiöse, Verwaltungs- und Militärgerichte. Der

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Bildungswesen

Es besteht allgemeine Schulpflicht im Alter von 6 bis 14 Jahren. Als vordringliches nationales

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Medien

Die Medienlandschaft ist sehr vielfältig. Am populärsten ist das Fernsehen. Ausländische Programme dürfen nicht verbreitet werden. Die Berichterstattung über einige Themenbereiche, vor allem Religion, innere Sicherheit

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) je Einwohner beträgt (2017) 3 540 US-$. Trotz des Rohstoffreichtums (vor allem Kohle, Zinn, Nickel, Kupfer, Bauxit und Gold) und der sich dynamisch entwickelnden Volkswirtschaft ist Indonesien immer noch ein

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Landwirtschaft

Im Agrarbereich sind (2013) 35 % der Erwerbstätigen beschäftigt. Das Klima begünstigt die Landwirtschaft in einigen Landesteilen – wie z. B. auf der Insel Java – außerordentlich. Auf Java und auf Bali sind drei Ernten in zwei Jahren möglich. Wichtigstes Anbauprodukt ist Reis. Weiterhin

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Bodenschätze

Obwohl die stark rückläufige Förderung von Erdöl Indonesien zum Nettoimporteur von Erdöl gemacht hat, wurde das Land Ende 2015

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Industrie

Im sekundären Sektor arbeiteten (2012) 22,2 % der Erwerbstätigen. Die sich in den letzten

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Tourismus

Mit seiner reichen kulturellen Vergangenheit, der Vielzahl religiöser Feste und Tanzveranstaltungen, bedeutenden Baudenkmälern (buddhistische und hinduistische Tempelkomplexe) und den vielfältigen Naturschönheiten (Vulkanlandschaften,

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Verkehr

Die mangelhafte Verkehrserschließung ist eine der größten Infrastrukturschwächen. Der Eisenbahnverkehr beschränkt sich auf Java, Madura und Teile

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Geschichte

Die ältesten Zeugnisse menschlichen Lebens in Indonesien sind die Skelettfunde von Trinil, Sangiran und Mojokerto auf Java, die der Art Homo erectus zugeordnet werden und die E. Dubois 1890/91 (nach den Funden

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Indisierung und islamische Königreiche

In den ersten Jahrhunderten n. Chr. führten vom indischen Subkontinent Kaufleute und Priester in Indonesien den Kult hinduistischer Gottheiten (besonders Shivas) und den Buddhismus ein. Auf Sumatra, Java und Borneo entstanden kleine, meist hinduistische Königreiche, die auch neue Produktionstechniken (Reisbau und Bewässerungsmethoden) und Verwaltungsverfahren aus Indien übernahmen.

Das bedeutendste Staatsgebilde, das sich in der Folge zur indonesischen Vormacht entwickelte, war das im 7. Jahrhundert in Ostsumatra (um das Zentrum

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Kolonialzeit

Mit der Entdeckung des Seeweges nach Indien (1497/98) stießen auch die Europäer in den südostasiatischen Raum vor, um den bisher von Einheimischen unterhaltenen ertragreichen Gewürzhandel zu übernehmen. Damit wurde Indonesien Schauplatz heftigster Konkurrenz- und Machtkämpfe westlicher Kaufleute. Nach der Eroberung Malakkas durch die Portugiesen

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Auf dem Weg zur Unabhängigkeit

Unter dem Eindruck europäischer Ideen, des Aufstiegs Japans zur asiatischen Großmacht und der Oktoberrevolution in Russland entwickelte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine indonesische Nationalbewegung. 1911 riefen muslimische Kaufleute die Islamische Händlervereinigung (Sarekat Dagang Islam) ins Leben, aus der (nach ihrem Verbot) 1912 die Islamische Vereinigung Indonesiens (Sarekat Islam Indonesia) hervorging, die sich zur ersten

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Die Ära Sukarno

Mit der Anerkennung Indonesiens als unabhängiger Staat durch die Niederlande übernahm Sukarno im Dezember 1949 offiziell als Staatspräsident die Führung des indonesischen Gesamtstaates. Angesichts starker Separationsbestrebungen auf verschiedenen Inseln (besonders auf Sumatra und den Molukken) erhielt das Land im August 1950 eine provisorische Verfassung unitarischen Charakters. 1954 löste Indonesien seine Personalunion mit den

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Die Ära Suharto

Der am 30. 9. 1965 unternommene Putschversuch einer Gruppe von Offizieren, die in Verbindung mit Führern der PKI standen, wurde bis zum 1. 10. 1965 von Truppen unter Generalmajor Suharto niedergeschlagen; bei der unter Beteiligung fanatisierter Moslems folgenden blutigen Verfolgung der Kommunisten (1966 Verbot der PKI) und der chinesischen Minderheit verloren mehr als 500 000 Menschen ihr

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Konflikt um Osttimor

Am 7. 12. 1975 begannen indonesische Truppen mit der Besetzung des ehemaligen portugiesischen Teils von Timor (Osttimor), der gegen den Widerstand der dortigen Guerillabewegung (v. a. FRETILIN) 1976 als 27. Provinz angegliedert wurde (nach Schätzungen forderten die Militäraktion und

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Jüngere Entwicklungen

Am 20. 10. 1999 wählte das Parlament den islamischen Gelehrten A. Wahid zum Staatspräsidenten; Vizepräsidentin wurde Megawati Sukarnoputri. In dem von Wahid am 29. 10. 1999 gebildeten Kabinett der Nationalen Einheit übernahm erstmals seit den 1950er-Jahren ein Zivilist das Amt des Verteidigungsministers; jedoch sicherte sich der Amtsvorgänger General Wiranto zunächst die einflussreiche Position eines Koordinierenden Ministers für Politik und Sicherheit, die er (verantwortlich gemacht für den Terror auf Osttimor) aber im Februar 2000 unter dem Druck von Staatspräsident Wahid abgeben musste. Der sich

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Kultur

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Tempelanlage

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Quellenangabe
Brockhaus, Indonesien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/indonesien