Brasili|en, amtlich portugiesisch República Federativa do Brasil, deutsch Föderative Republik Brasilien,

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Staat und Recht

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Verfassung

Nach der Verfassung vom 5. 10. 1988 (mehrfach modifiziert) ist Brasilien eine föderative Republik mit Präsidialregime. Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der Exekutive ist der Präsident; er

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Recht

Die untere Ebene der Bundesgerichtsbarkeit bilden in allen Einzelstaaten angesiedelte Bundesgerichte und fünf regionale Bundesgerichte als Berufungsinstanzen. Die obere Ebene bilden der Obergerichtshof der Justiz und der

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Flagge und Wappen

Die Nationalflagge besteht aus grünem Tuch mit einem gelben Rhombus (Symbol für den Diamantenreichtum) in der Mitte. Darin eine blaue Himmelsscheibe mit

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Nationalfeiertag

Der 7. 9. erinnert an die Erlangung der Unabhängigkeit 1822.

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Verwaltung

Brasilien gliedert sich in 26 Bundesstaaten und einen Bundesdistrikt, der die

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Parteien

Seit Mai 1985 ist die freie Bildung politischer Parteien verfassungsmäßig garantiert. Einflussreichste Parteien sind Partido dos Trabalhadores (PT; deutsch Arbeiterpartei; gegründet 1980),

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Gewerkschaften

Zu den Gewerkschaftsdachverbänden zählen u. a. die der PT nahestehende Central Unica

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Bildungswesen

Auf der Basis der Verfassung ist das Bildungswesen föderal strukturiert. In der Bildungsverwaltung werden drei Ebenen unterschieden: Gemeinden, Bundesstaat und Bund. Die

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Medien

Wenigen Konzernen mit guten Verbindungen zur Politik, darunter dem größten lateinamerikanischen Medienunternehmen Grupo Globo der Familie Marinho, stehen kleinere, von öffentlichen Subventionen abhängige Medien gegenüber. Presse: In Brasilien erscheinen täglich rund 450

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Streitkräfte

Die Gesamtstärke der Wehrpflichtarmee (Dienstzeit 12 bis 18 Monate) beträgt (2013) rund 318 000, die

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Landesnatur

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Landschaft

Brasilien besteht aus drei großen Landschaftsräumen: dem vom Amazonas und seinen Zuflüssen durchströmten Amazonastiefland, dem nördlich davon gelegenen Bergland von Guayana und dem im Südosten gelegenen Brasilianischen Bergland.

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Amazonas: Regenwald

Seit 2017 stehen rund 600 000 Quadratkilometer des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes unter besonderem Schutz.

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Amazonas

Luftaufnahme des Amazonas

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Flusslandschaft mit dichtem Urwald am Zentral-Amazonas

In dieser

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Klima

Obwohl Brasilien größtenteils im Bereich der Tropen liegt, unterscheiden sich der Norden, Nordosten, Mittelwesten, Südosten und Süden unter klimatischen Gesichtspunkten stark voneinander.

Der Norden mit dem Amazonastiefland als zentraler Landschaft hat tropisches Regenwaldklima mit Temperaturen

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Vegetation

Die Vegetation Brasiliens gliedert sich in mehrere Großräume. Der tropische Regenwald der Amazonasregion (Hyläa) überzieht im Norden einen großen Teil des Tieflands mit sehr unterschiedlichen Baumarten sowie zahlreichen Epiphyten und Lianen.

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Regenwaldgebiet der Costa do

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Tierwelt

Ebenso vielfältig wie Landschaft, Klima und Vegetation ist auch die Fauna Brasiliens, das zu den artenreichsten Ländern der Erde gehört; kein anderes Land bietet z. B. so vielen Arten von Süßwasserfischen und Schmetterlingen Lebensraum. Besonders Amazonasbecken und Pantanal gehören faunistisch zu den Mannigfaltigkeitszentren der Erde.

Wenngleich der tropische Regenwald vergleichsweise arm an Großsäugern ist, kommen in Brasilien doch insgesamt circa 600 Säugetierarten vor, darunter über 50 Affenarten, die sich, wie auch viele andere Arten, überwiegend in der Kronenschicht der Bäume

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Bevölkerung und Religion

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Bevölkerung

Brasilien ist das bevölkerungsreichste Land Südamerikas. Nach statistischen Angaben überwiegen mit etwa 48 % der Bevölkerung Weiße, 43 % sind Mischlinge (Mulatten, Mestizen, Cafusos), 8 % Schwarze. Die indigenen Völker (rund 800 000) leben in kleinen Gruppen vor allem im Amazonasgebiet (südamerikanische Indianer) und sind in ihrer Existenz bedroht.

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Indianer im Schutzgebiet Zentral-Amazonas

Die Ureinwohner Brasiliens sind heute überwiegend zurückgedrängt in Schutzgebiete des tropischen Regenwalds am Amazonas. Die westliche Kultur mit

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Religion

Die Verfassung garantiert die Religionsfreiheit. Eine Staatsreligion besteht nicht; alle Religionsgemeinschaften sind rechtlich gleichgestellt. Traditionell nimmt jedoch die katholische Kirche als die größte Glaubensgemeinschaft eine herausgehobene

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Wirtschaft und Verkehr

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Wirtschaft

Brasilien hat den höchsten Industrialisierungsgrad aller lateinamerikanischen Länder und ist (2017) die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt. In Verbindung mit den vielfältigen und reichlich vorhandenen Bodenschätzen kann Brasilien als typisches Schwellenland bezeichnet werden. Das Bruttonationaleinkommen (BNE) je Einwohner beträgt (2017)

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Industrie

Auf das produzierende Gewerbe entfallen (2016) 21,2 % des BIP. Nach dem Aufbau traditioneller Industriegüterbranchen (vor allem Verarbeitung von Agrarprodukten und Holz) kamen in den 1950er-Jahren im Rahmen einer Politik

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Bodenschätze

Brasilien besitzt viele Bodenschätze, die erst zu einem geringen Teil erschlossen sind; vor allem im Amazonasbecken wurden reiche Lagerstätten entdeckt. Die Weiträumigkeit des Landes und die immer noch unzureichende Verkehrserschließung stehen einer raschen Nutzung entgegen. Die Erschließung erstreckt sich auf

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Dienstleistungssektor

Der Dienstleistungssektor wuchs im Verlauf der letzten Dekaden beträchtlich und erreicht

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Tourismus

Der Anteil des Tourismus am BIP ist mit weniger als 1 % relativ unbedeutend. Die multikulturelle Gesellschaft sowie die vielseitigen Naturräume mit der artenreichen Fauna und Flora des Regenwaldes und den zahlreichen Stränden machen Brasilien jedoch zu einem beliebten Urlaubsziel. Im Duchschschnitt der letzten Jahre besuchen über 5 Mio. Gäste jährlich das Land. Die Mehrheit der Besucher kommt aus Argentinien (rund 27 %) und aus den USA (10 %);

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Landwirtschaft

Die Bedeutung der Landwirtschaft nimmt seit Mitte des 20. Jahrhunderts kontinuierlich ab. Ihr Anteil am BIP liegt (2016) nur noch bei 5,5 %; der Anteil der in diesem Bereich Beschäftigten reduzierte sich im gleichen Zeitraum von zwei Drittel (1949) auf 10,2 %. Das Produktionspotenzial der Landwirtschaft ist sehr groß. Die Gesamtfläche der 5,8 Mio. landwirtschaftlichen Betriebe umfasst mit 288 Mio. ha rund 33,8 % des brasilianischen Territoriums; der Rest ist landwirtschaftlich nicht genutztes

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Forstwirtschaft

Der Anteil der Wälder an der Gesamtfläche beläuft sich mit 5,02 Mio. km2 auf etwa 59,0 % der Landesfläche. Fast

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Fischerei

Trotz guter natürlicher Voraussetzungen und der Ausdehnung der Hoheitsgewässer auf 200

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Energiewirtschaft

Die Kraftwerkskapazität (2016: 150 300 MW) besteht zu 70 % aus Wasserkraft, 17 % thermischer Energie, 8 % Biomasse und 2 % Kernenergie aus den beiden Kernkraftwerken Angra dos Reis 1 (seit 1985)

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Außenwirtschaft

Die Einfuhren betragen (2017) 150,7 Mrd. US-$ (2009: 127,7 Mrd. US-$);

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Verkehr

Wichtigster Pfeiler des Verkehrssystems ist der Straßenverkehr, der in weiten Landesteilen durch die natürlichen Gegebenheiten (z. B. tropisches Klima mit starken Regenfällen) erheblich erschwert wird, zumal von dem 1,6 Mio. km langen Straßennetz nur rund 14 %

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Geschichte

Zur Vorgeschichte Südamerika, Vorgeschichte.

Kolonialzeit: Der Portugiese P. A. Cabral erreichte am 22. 4. 1500 in der Nähe des späteren Bahia die brasilianische Küste und nahm sie am 1. 5. für Portugal in Besitz. Anfangs nutzten die Portugiesen Brasilien nur als Stützpunkt und zur Gewinnung des rot färbenden Brasilholzes, das dem Land seinen Namen gab. Um den Kolonialbesitz vor dem Zugriff anderer Mächte zu schützen, entschloss sich König Johann III. zur systematischen Besiedlung und entsandte Martim Afonso de Sousa (* 1500, † 1564), der 1532

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Informationen zur brasilianischen Kultur: brasilianische Kunst

Informationen zur brasilianischen Kultur: brasilianische Kunst

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Weitere Medien

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Quellenangabe
Brockhaus, Brasilien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/brasilien