Brasilien, amtlich portugiesisch República Federativa do Brasil, deutsch Föderative Republik Brasilien,

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Landesporträt

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Die Flagge von Brasilien. In der Flagge symbolisert der

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Geografie

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Landschaft

Brasilien grenzt im Norden an VenezuelaGuyanaSuriname und Französisch-Guayana, im Osten an den Atlantischen Ozean (rund 7 400 km Küstenlänge), im Süden an Uruguay, im Westen an ArgentinienParaguayBolivien und Peru sowie im Nordwesten an Kolumbien.

Brasilien besteht aus drei großen Landschaftsräumen: dem vom Amazonas und seinen Zuflüssen durchströmten Amazonastiefland, dem nördlich davon

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Klima

Obwohl Brasilien größtenteils im Bereich der Tropen liegt, unterscheiden sich der Norden, Nordosten, Mittelwesten, Südosten und Süden unter klimatischen Gesichtspunkten stark voneinander.

Der Norden mit dem Amazonastiefland als zentraler Landschaft hat tropisches Regenwaldklima mit Temperaturen

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Vegetation

Die Vegetation Brasiliens gliedert sich in mehrere Großräume. Der tropische Regenwald der Amazonasregion (Hyläa) überzieht im Norden einen großen Teil des Tieflands mit sehr unterschiedlichen Baumarten sowie zahlreichen Epiphyten und Lianen.

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Regenwaldgebiet der Costa do

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Tierwelt

Ebenso vielfältig wie Landschaft, Klima und Vegetation ist auch die Fauna Brasiliens, das zu den artenreichsten Ländern der Erde gehört; kein anderes Land bietet z. B. so vielen Arten von Süßwasserfischen und Schmetterlingen Lebensraum. Besonders Amazonasbecken und Pantanal gehören faunistisch zu den Mannigfaltigkeitszentren der Erde.

Wenngleich der tropische Regenwald vergleichsweise arm an Großsäugern ist, kommen in Brasilien doch insgesamt circa 600 Säugetierarten vor, darunter über 50 Affenarten, die sich, wie auch viele andere Arten, überwiegend in der Kronenschicht der Bäume aufhalten

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Brasilien ist das bevölkerungsreichste Land Südamerikas. Nach statistischen Angaben überwiegen mit etwa 48 % der Bevölkerung Weiße, 43 % sind Mischlinge (Mulatten, Mestizen, Cafusos), 8 % Schwarze. Die indigenen Völker (rund 800 000) leben in kleinen Gruppen vor allem im Amazonasgebiet (südamerikanische Indianer) und sind in ihrer Existenz bedroht.

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Indianer im Schutzgebiet Zentral-Amazonas. Die Ureinwohner Brasiliens sind heute überwiegend zurückgedrängt in Schutzgebiete des tropischen Regenwalds am Amazonas. Die

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Religion

Die Verfassung garantiert die Religionsfreiheit. Eine Staatsreligion besteht nicht; alle Religionsgemeinschaften sind rechtlich gleichgestellt. Traditionell nimmt jedoch die katholische Kirche als die größte Glaubensgemeinschaft eine herausgehobene Stellung im öffentlichen

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Politik und Recht

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Politik

Nach der Verfassung vom 5. 10. 1988 (mehrfach modifiziert) ist Brasilien eine föderative Republik mit Präsidialregime. Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der Exekutive ist der Präsident; er steht der Regierung vor und ernennt

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge besteht aus grünem Tuch mit einem gelben Rhombus (Symbol für den Diamantenreichtum) in der Mitte. Darin eine blaue Himmelsscheibe mit dem Abbild des südlichen Sternenhimmels;

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Parteien

Seit Mai 1985 ist die freie Bildung politischer Parteien verfassungsmäßig garantiert. Einflussreichste Parteien sind Partido dos Trabalhadores (PT; deutsch Arbeiterpartei; gegründet 1980),

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Gewerkschaften

Zu den Gewerkschaftsdachverbänden zählen u. a. die der PT nahestehende Central Unica

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Militär

Die Gesamtstärke der Wehrpflichtarmee (Dienstzeit 12 bis 18 Monate) beträgt (2013) rund 318 000, die

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Verwaltung

Brasilien gliedert sich in 26 Bundesstaaten und einen Bundesdistrikt, der die

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Recht

Die untere Ebene der Bundesgerichtsbarkeit bilden in allen Einzelstaaten angesiedelte Bundesgerichte und fünf regionale Bundesgerichte als Berufungsinstanzen. Die obere Ebene bilden der Obergerichtshof der Justiz und der

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Bildungswesen

Auf der Basis der Verfassung ist das Bildungswesen föderal strukturiert. In der Bildungsverwaltung werden drei Ebenen unterschieden: Gemeinden, Bundesstaat und Bund. Die

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Medien

Wenigen Konzernen mit guten Verbindungen zur Politik, darunter dem größten lateinamerikanischen Medienunternehmen Grupo Globo der Familie Marinho, stehen kleinere, von öffentlichen Subventionen abhängige Medien gegenüber. Presse: In Brasilien erscheinen täglich rund 450

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Brasilien hat den höchsten Industrialisierungsgrad aller lateinamerikanischen Länder und ist (2017) die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt. In Verbindung mit den vielfältigen und reichlich vorhandenen Bodenschätzen kann Brasilien als typisches Schwellenland bezeichnet werden. Das Bruttonationaleinkommen (BNE) je Einwohner beträgt (2017) 8 580 US-$.

Die Wirtschaftslage war in den 1980er-Jahren

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Landwirtschaft

Die Bedeutung der Landwirtschaft nimmt seit Mitte des 20. Jahrhunderts kontinuierlich ab. Ihr Anteil am BIP liegt (2016) nur noch bei 5,5 %; der Anteil der in diesem Bereich Beschäftigten reduzierte sich im gleichen Zeitraum von zwei Drittel (1949) auf 10,2 %. Das Produktionspotenzial der Landwirtschaft ist sehr groß. Die Gesamtfläche der 5,8 Mio. landwirtschaftlichen Betriebe umfasst mit 288 Mio. ha rund 33,8 % des brasilianischen Territoriums; der Rest ist landwirtschaftlich nicht genutztes (vor allem im Amazonasgebiet) oder nicht nutzbares Staatsland. Auf Ackerland entfallen

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Bodenschätze

Brasilien besitzt viele Bodenschätze, die erst zu einem geringen Teil erschlossen sind; vor allem im Amazonasbecken wurden reiche Lagerstätten entdeckt. Die Weiträumigkeit des Landes und die immer noch unzureichende Verkehrserschließung stehen einer raschen Nutzung entgegen. Die Erschließung erstreckt sich auf

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Energiewirtschaft

Die Kraftwerkskapazität (2016: 150 300 MW) besteht zu 70 % aus Wasserkraft, 17 % thermischer Energie, 8 % Biomasse und 2 % Kernenergie aus den beiden Kernkraftwerken Angra dos Reis 1 (seit 1985)

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Industrie

Auf das produzierende Gewerbe entfallen (2016) 21,2 % des BIP. Nach dem Aufbau traditioneller Industriegüterbranchen (vor allem Verarbeitung von Agrarprodukten und Holz) kamen in den 1950er-Jahren im Rahmen einer Politik

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Dienstleistungssektor

Der Dienstleistungssektor wuchs im Verlauf der letzten Dekaden beträchtlich und erreicht (2016) einen Anteil am BIP von 73,3 %; etwa 69 % aller Beschäftigten sind

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Verkehr

Wichtigster Pfeiler des Verkehrssystems ist der Straßenverkehr, der in weiten Landesteilen durch die natürlichen Gegebenheiten (z. B. tropisches Klima mit starken Regenfällen) erheblich erschwert wird, zumal von dem 1,6 Mio. km langen Straßennetz nur rund 14 % asphaltiert

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Geschichte

Brasilien hat mit anderen südamerikanischen Ländern eine gemeinsame Vorgeschichte (Südamerika).

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Kolonialzeit

Der Portugiese P. A. Cabral erreichte am 22. 4. 1500 in der Nähe des späteren Bahia die brasilianische Küste und nahm sie am 1. 5. für Portugal in Besitz. Anfangs nutzten die Portugiesen Brasilien nur als Stützpunkt und zur Gewinnung des rot färbenden Brasilholzes, das dem Land seinen Namen gab. Um den Kolonialbesitz vor dem Zugriff anderer Mächte zu schützen, entschloss

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Kaiserreich

Als der portugiesische Hof vor den napoleonischen Truppen 1807 nach Brasilien flüchtete, wurde Rio de Janeiro vorübergehend die Hauptstadt des portugiesischen Reiches. Die liberale Revolution von 1820 nötigte Johann VI. zur Rückkehr nach Lissabon, während sein Sohn Peter (Pedro) als Regent

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Anfänge der Republik und Zeit der Diktatur

Eine konstituierende Versammlung beschloss am 24. 2. 1891 die neue Verfassung der Vereinigten Staaten von Brasilien. Die ersten beiden Präsidenten waren Militärs. Die innenpolitische Lage und die durch die Zerrüttung der

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Die Entwicklung 1945–1985

Die Opposition gegen Vargas' diktatorische Regierung führte 1945 zu seinem Sturz. Unter dem gewählten, 1946–51 amtierenden Präsidenten General Eurico Gaspar Dutra (* 1885, † 1974) wurde mit der Verfassung von 1946 wieder ein demokratisches Regierungssystem eingeführt. 1950 wurde Vargas durch Wahl erneut Präsident (Amtsantritt 1951). Er verfolgte ein wirtschaftsnationalistisches Programm, drosselte ausländische Investitionen, förderte den Ausbau der brasilianischen Industrie (1953 Gründung der staatlichen

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Neueste Entwicklung

Ein Wahlmännergremium bestimmte 1985 Tancredo de Almeida Neves (* 1910, † 1985) zum Präsidenten; Krankheit verhinderte seinen Regierungsantritt, sodass Vizepräsident J. Sarney zunächst interimistisch die Amtsgeschäfte führte und nach Neves' Tod (22. 4. 1985) Präsident wurde. In einer Verfassungsreform wurde 1988 das Präsidialsystem festgeschrieben (Direktwahl des Präsidenten). Die Präsidentschaftswahlen 1989 gewann der Kandidat des neu gegründeten rechtskonservativen Partido da Reconstrução Nacional (PRN, deutsch Partei des Nationalen Wiederaufbaus), Collor de Mello (Amtsantritt März 1990). Seit Mai 1992 war der Präsident Vorwürfen der Bestechlichkeit und der

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Kultur

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Literatur

Taubald, H., Stockmann, N., Brasilien (Ostfildern 2017)
Ferreira Schmidt, K., Ferreira Schmidt, E., Brasilien (Bielefeld 2015
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Bildergalerie

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Corcovado in Rio de Janeiro. Auf dem Berg Corcovado hoch über Rio de Janeiro thront seit 1931 eine 38 Meter hohe Christusstatue.

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Rio de Janeiro in Brasilien. Der »Zuckerhut« in Rio de Janeiro, das Wahrzeichen

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Quellenangabe
Brockhaus, Brasilien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/brasilien