Belgien, amtlich französisch Royaume de Belgique [rwaˈjoːm

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Landesporträt

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Die Flagge des Königreichs Belgien. Die Flagge vereint die

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Geografie

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Landschaft

Belgien grenzt im Nordwesten an die Nordsee, im Norden an die Niederlande, im Osten an Deutschland, im Südosten an Luxemburg und im Süden und Westen an Frankreich. Das flandrische Tiefland, Niederbelgien, besteht aus dem bis zu 30 m hohen Dünenzug entlang der nur 65,5

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Klima

Das Klima ist ozeanisch mit milden Wintern und kühlen Sommern; in

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Vegetation

Während man für das Mittelalter noch im gesamten Raum Belgiens reine Laubwälder

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Die belgische Bevölkerungsstruktur wird entscheidend geprägt von den Gegensätzen zwischen Niederländisch sprechenden Flamen (rd. 59 % der belgischen Bevölkerung) und Französisch sprechenden Wallonen beziehungsweise Frankophonen in der Brüsseler Region (rd. 40 %). Den kulturellen und zum Teil auch wirtschaftlichen Unterschieden Belgiens wurde durch die Bildung von drei Regionen und drei Gemeinschaften Rechnung getragen (siehe Abschnitt Staat und Gesellschaft, Verwaltung). In Flandern wohnen (2016)

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Religion

Die Verfassung (Artikel 14 f.) garantiert die Religionsfreiheit und verpflichtet (Artikel 16) den Staat zu religiöser Neutralität und Parität. In Ausführung des Artikels 117 der Verfassung trägt der Staat die Gehälter und Pensionen der

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Politik und Recht

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Politik

Nach der Verfassung vom 7. 2. 1831 (mehrfach geändert) ist Belgien eine konstitutionelle Monarchie mit Erstgeburtsrecht (Primogenitur) in der männlichen Linie, erblich im Hause Sachsen-Coburg. 1993 wurde per Verfassungsänderung der Übergang vom Zentral- zum Bundesstaat vollzogen. Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der König, seit 2013 Philippe. Er

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge ist seit 1831 eine Trikolore in den Farben Schwarz-Gold-Rot. Sie symbolisiert die historischen Provinzen Brabant (gelb-schwarz), Flandern (schwarz-gelb) und Hennegau (rot-gelb). – Das

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Parteien

Im Rahmen des parlamentarisch-demokratischen Verfassungssystems bestehen zahlreiche, meist nach dem Sprachgruppenprinzip

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Gewerkschaften

Belgien weist traditionell einen hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad auf. Mehr als die Hälfte aller

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Militär

Die Gesamtstärke der Berufsarmee (1995 Aufhebung der Wehrpflicht) beträgt rd. 32 600

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Verwaltung

Nach dem Föderalisierungsgesetz von 1980 gibt es drei Regionen (die flämische [Flandern],

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Recht

Als unterste Ebene des Gerichtsaufbaus gibt es in den insgesamt 187 Gerichtskantonen Friedensrichter für einfache Zivilsachen sowie 31 Polizeigerichte für kleine Strafsachen. Die zentrale Stufe bildet in insgesamt

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Bildungswesen

Es besteht allgemeine Schulpflicht zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr, danach zumindest eine zweijährige Teilzeitschulpflicht. Viele Kinder besuchen bereits eine

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Medien

Die Medienlandschaft ist geprägt durch die Teilung in die zwei großen Sprachgemeinschaften. Presse: Bei den Printmedien gab es in den letzten Jahrzehnten einen starken Konzentrationsprozess, in dessen Verlauf die Zahl

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Das Wirtschaftssystem Belgiens ist marktwirtschaftlich ausgerichtet. Belgien ist Gründungsmitglied der EG und Mitglied von GATT, Internationalem Währungsfonds, Weltbank und OECD. Innerhalb der Belgisch-Luxemburgischen Wirtschaftsunion wurde eine gemeinsame Währungspolitik betrieben. Mit Ausnahme von (heute nicht mehr geförderter) Kohle verfügt Belgien über keinerlei bedeutende Bodenschätze. Diese Rohstoffarmut und der relativ enge heimische Markt haben zur Folge, dass der Außenhandel in der

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Landwirtschaft

Die stark mechanisierte, in Mittelbelgien großbetrieblich, ansonsten klein- bis mittelbetrieblich strukturierte Landwirtschaft deckt in etwa vier Fünftel des Nahrungsmittelbedarfs. Besonders intensive

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Bodenschätze

Einziger bedeutsamer Rohstoff war die Kohle. Vor 1955 wurden jährlich etwa 30

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Energiewirtschaft

Der Energieverbrauch pro Einwohner liegt mit (2014) 4,81 t Rohöleinheiten relativ hoch. Den größten Anteil Primärenergieverbrauch

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Industrie

Die Industrie hat eine lange Tradition. Wolle und Leinen werden seit dem Mittelalter vor allem in Flandern produziert. Die wallonische Steinkohlenförderung begann im Mittelalter

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Dienstleistungssektor

Die Größe des Dienstleistungssektors, der 2017 einen Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 77 % hatte, ist bedingt

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Verkehr

Neben dem dichten Eisenbahnnetz der belgischen Bahn (Societé Nationale des Chemins de Fer Belges, SNCB/Nationale Maatschappij der Belgische Spoorwegen, NMBS) – Brüssel und Lüttich sind in

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Geschichte

Staatliche Selbstständigkeit erlangte Belgien erst 1830, doch reicht seine politische und kulturelle Vorgeschichte bis ins Mittelalter zurück (Niederlande, Geschichte). Der Name Belgien hat noch ältere Wurzeln; er verweist auf die Bezeichnung der römischen Provinz (Gallia) Belgica (Belgen). Der alte Name für das

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Die südlichen Niederlande (1648–1815)

Als die nördlichen Niederlande nach langem Kampf endgültig die Unabhängigkeit erlangten (1648), verblieben die südlichen Niederlande, das spätere Belgien, bei Spanien. So entstand in Grundzügen die heutige belgisch-niederländische Grenze. In der Zeit danach verfielen die südlichen Provinzen in einen Zustand völliger Erschöpfung; Antwerpen wurde wirtschaftlich durch die Sperrung der Schelde und die Abwanderung führender

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Königreich der Niederlande (1815–30)

Durch den Wiener Kongress (1814–15) wurden die nördlichen und die südlichen Niederlande

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Der unabhängige Staat Belgien (seit 1830/31)

Die Revolution begann als Fernwirkung der Pariser Julirevolution mit dem Aufstand in Brüssel am 25. 8. 1830 und endete mit der Abwehr des nordniederländischen Rückeroberungsversuches (23.–26./27. 9. 1830). In Brüssel bildete sich eine provisorische Regierung, die am 4. 10. 1830 die Unabhängigkeit Belgiens ausrief (durch den Nationalkongress am 18. 11. 1830 bestätigt).

Die Grundlagen des belgischen Staates wurden 1830–31 in der Londoner Konferenz von den Großmächten festgelegt (Londoner Konferenzen und Vereinbarungen 1831), die die dauernde Neutralität des Landes verbürgten. Außenpolitisch war seine Selbstständigkeit ein

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Zwischen den Weltkriegen

Der Versailler Vertrag (1919), der den Ersten Weltkrieg völkerrechtlich beendete, gab Belgien die deutschen Kreise Eupen und Malmedy (Eupen-Malmedy); zugleich erhielt es das Mandat des Völkerbundes über Ruanda und Urundi.

Mit der Aufhebung der gebundenen Neutralität von 1839 durch den Versailler Vertrag veränderte sich die internationale Stellung Belgiens grundlegend. 1920 schloss es eine Militärkonvention mit Frankreich und 1922

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Im Zweiten Weltkrieg

Unter Verletzung der belgischen Neutralität marschierten im Mai 1940 deutsche Truppen im Zuge ihres Angriffs auf Frankreich in Belgien ein. Gegen

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Wiederaufbau nach dem Krieg

Mit der Rückkehr (1944) der Regierung Pierlot nach Belgien begann der Neuaufbau des parlamentarisch-demokratischen Lebens im Lande. Im Rahmen der 1945 gegründeten Christlichen Volkspartei (CVP) traten die katholisch-konfessionell bestimmten Kräfte seitdem programmatisch als »Christliche Demokraten« hervor; sie blieben die stärkste Partei, wechselten sich jedoch häufiger als vor dem Krieg mit den Sozialisten in der Regierungsführung ab

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Die Föderalisierung des Staates

Seit Beginn der 1960er-Jahre stand das innenpolitische Leben des Landes ganz im Zeichen des Sprachenstreits. Er dominierte die Probleme der Regierungsbildung und verknüpfte sich oft mit ökonomischen und sozialen Fragen. Der wirtschaftliche Aufstieg der flämischen Region und die Krise der besonders in Wallonien ansässigen Kohle- und Stahlindustrie verschärften die Konflikte zwischen Flamen und Wallonen. Vor diesem Hintergrund konnten die sprachlich orientierten Parteien, v. a. die flämische Volksunie (gegründet 1954) und das wallonische Rassemblement Wallon (gegründet 1968; mit dem Rassemblement Populaire Wallon

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Kultur

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Bildergalerie

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Belfried in Brügge. Der 83 m hohe Glockenturm stammt aus dem 15. Jahrhundert. Bereits zuvor wurde er als Holzturm erbaut, brannte jedoch

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Quellenangabe
Brockhaus, Belgien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/belgien