Belgi|en, amtlich französisch Royaume de Belgique [rwaˈjoːm

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Staat und Recht

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Verfassung

Nach der Verfassung vom 7. 2. 1831 (mehrfach geändert) ist Belgien eine konstitutionelle Monarchie mit Erstgeburtsrecht (Primogenitur) in der männlichen Linie, erblich im Hause Sachsen-Coburg. 1993 wurde per Verfassungsänderung der Übergang vom Zentral- zum Bundesstaat vollzogen. Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der

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Recht

Als unterste Ebene des Gerichtsaufbaus gibt es in den insgesamt 187 Gerichtskantonen Friedensrichter für einfache Zivilsachen sowie 31 Polizeigerichte für kleine Strafsachen. Die zentrale Stufe bildet in insgesamt

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Flagge und Wappen

Die Nationalflagge ist seit 1831 eine Trikolore in den Farben Schwarz-Gold-Rot. Sie symbolisiert die historischen Provinzen Brabant (gelb-schwarz),

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Nationalfeiertag

Der 21. 7. erinnert an die Eidesleistung König Leopolds I. auf die Verfassung

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Verwaltung

Nach dem Föderalisierungsgesetz von 1980 gibt es drei Regionen (die flämische [Flandern],

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Parteien

Im Rahmen des parlamentarisch-demokratischen Verfassungssystems bestehen zahlreiche, meist nach dem Sprachgruppenprinzip organisierte selbstständige Parteien. Am einflussreichsten

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Gewerkschaften

Belgien weist traditionell einen hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad auf. Mehr als die Hälfte aller

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Bildungswesen

Es besteht allgemeine Schulpflicht zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr, danach zumindest eine zweijährige Teilzeitschulpflicht. Viele Kinder besuchen bereits eine dreijährige Vorschule. Nach 6

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Medien

Die Medienlandschaft ist geprägt durch die Teilung in die zwei großen Sprachgemeinschaften. Presse: Bei den Printmedien gab es in den letzten Jahrzehnten einen starken Konzentrationsprozess, in dessen Verlauf die Zahl der Tageszeitungen

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Streitkräfte

Die Gesamtstärke der Berufsarmee (1995 Aufhebung der Wehrpflicht) beträgt rd. 32 600

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Landesnatur

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Landschaft

Belgien lässt sich in drei natürliche Landschaftseinheiten gliedern. Das flandrische Tiefland, Niederbelgien, besteht aus dem bis zu 30 m hohen Dünenzug entlang der nur 65,5 km langen Nordseeküste, einem bis 15 km breiten eingepolderten Marschensaum sowie Decksand- und Schotterplatten. Dieses leicht wellige, durchschnittlich 10–30 m hohe Gelände,

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Klima

Das Klima ist ozeanisch mit milden Wintern und kühlen Sommern; in

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Vegetation

Während man für das Mittelalter noch im gesamten Raum Belgiens reine Laubwälder

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Bevölkerung und Religion

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Bevölkerung

Die belgische Bevölkerungsstruktur wird entscheidend geprägt von den Gegensätzen zwischen Niederländisch sprechenden Flamen (rd. 59 % der belgischen Bevölkerung) und Französisch sprechenden Wallonen beziehungsweise Frankophonen in der Brüsseler Region (rd. 40 %). Den kulturellen und zum Teil auch wirtschaftlichen Unterschieden Belgiens wurde durch die Bildung von drei Regionen und drei Gemeinschaften Rechnung getragen (siehe Abschnitt Staat und Gesellschaft, Verwaltung). In Flandern wohnen (2016) 57,5 % der Belgier, in Wallonien 32,0 %, in der Region Brüssel 10,5 %. Auf die deutschsprachige Bevölkerung, die im Gebiet von

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Religion

Die Verfassung (Artikel 14 f.) garantiert die Religionsfreiheit und verpflichtet (Artikel 16) den Staat zu religiöser Neutralität und Parität. In Ausführung des Artikels 117 der Verfassung trägt der Staat

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Wirtschaft und Verkehr

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Wirtschaft

Das Wirtschaftssystem Belgiens ist marktwirtschaftlich ausgerichtet. Belgien ist Gründungsmitglied der EG und Mitglied von GATT, Internationalem Währungsfonds, Weltbank und OECD. Innerhalb der Belgisch-Luxemburgischen Wirtschaftsunion wurde eine gemeinsame Währungspolitik betrieben. Mit Ausnahme von (heute nicht mehr geförderter) Kohle verfügt Belgien über keinerlei bedeutende Bodenschätze. Diese Rohstoffarmut und der relativ enge heimische Markt haben zur

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Industrie

Die Industrie hat eine lange Tradition. Wolle und Leinen werden seit dem Mittelalter vor allem in Flandern produziert. Die wallonische Steinkohlenförderung begann im Mittelalter

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Bodenschätze

Einziger bedeutsamer Rohstoff war die Kohle. Vor 1955 wurden jährlich etwa 30

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Energiewirtschaft

Der Energieverbrauch pro Einwohner liegt mit (2014) 4,81 t Rohöleinheiten relativ hoch.

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Dienstleistungssektor

Die Größe des Dienstleistungssektors, der 2015 einen Anteil an der Bruttowertschöpfung

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Tourismus

Hauptanziehungspunkte des Tourismus sind die Nordseeküste, die Ardennen und die Kulturzentren (z. B. Gent, Brügge, Brüssel und Antwerpen).

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Belgien: Gent

Blick vom Hafenbecken auf die mittelalterliche Kaimauer und die

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Landwirtschaft

Die stark mechanisierte, in Mittelbelgien großbetrieblich, ansonsten klein- bis mittelbetrieblich strukturierte Landwirtschaft deckt in etwa vier Fünftel des Nahrungsmittelbedarfs. Besonders intensive

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Außenwirtschaft

Exporten von (2015) 359,6 Mrd. € standen Importe von 338,8 Mrd. € gegenüber.

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Verkehr

Neben dem dichten Eisenbahnnetz der belgischen Bahn (Societé Nationale des Chemins de Fer Belges, SNCB/Nationale Maatschappij der Belgische Spoorwegen, NMBS) (3 578

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Geschichte

Staatliche Selbstständigkeit erlangte Belgien erst 1830, doch reicht seine politische und kulturelle Vorgeschichte bis ins Mittelalter zurück (Niederlande, Geschichte). Der Name Belgien hat noch ältere Wurzeln; er verweist auf die Bezeichnung der römischen Provinz (Gallia) Belgica (Belgen). Der alte Name für das Land zwischen Seine und Rhein war nicht nur durch das antike Schrifttum lebendig geblieben, sondern auch durch die Zugehörigkeit der flandrischen Bistümer und des Stifts Cambrai zum Erzbistum Reims, dessen Gebiet mit dem der einstigen Provinz Belgica II übereinstimmte.

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Informationen zur belgischen Kultur

Informationen zur belgischen Kultur:

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Weitere Medien

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Glasmalerei: Notre-Dame in Tournai

Die mit Glasmalerei geschmückte

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Quellenangabe
Brockhaus, Belgien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/belgien