Marktwirtschaft, eine Wirtschaftsordnung, in der (im Gegensatz zur staatlichen Planwirtschaft, auch zu einem durch Haus- und Subsistenzwirtschaft geprägten Wirtschaftssystem) freiwillige

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Marktwirtschaft und politische Ordnung

Inwieweit der wirtschaftliche Koordinationsmechanismus der Marktwirtschaft theoretisch mit unterschiedlichen politischen Systemen vereinbar ist, ist nicht eindeutig, jedoch steht die Marktwirtschaft systematisch wie historisch in enger Verbindung zu einem freiheitlich-demokratischen politischen System. Zwar kann eine Marktwirtschaft der Form nach auch im Rahmen eines totalitären politischen Systems (z. B. des Nationalsozialismus) existieren, sie entbehrt jedoch in diesem Fall wesentlicher Funktionsgrundlagen wie des durch ein verlässliches Rechtssystem

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Wesensmerkmale der Marktwirtschaft

Charakteristisch für eine Marktwirtschaft sind an erster Stelle die dezentral und grundsätzlich frei von staatlichen Beschränkungen getroffenen autonomen individuellen Entscheidungen der privaten Wirtschaftssubjekte und deren entsprechende Fähigkeit, bei wirtschaftlichem Handeln ihr Eigeninteresse zu verfolgen, sowie die Koordinierung der individuellen Angebots- und Nachfrageentscheidungen durch sich grundsätzlich ungehindert bildende Marktpreise. Die eigeninteressierte Handlungsmotivation im Sinne der Maximierung des individuellen Nutzens (beziehungsweise, als instrumentales Zwischenziel, des Gewinns) durch marktbezogene Aktivitäten führt zu individuellem Leistungsstreben, das sich an der Nachfrage – d. h. den Konsumwünschen der

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Theorien der Marktwirtschaft

Die theoretische wie empirische Analyse wesentlicher Elemente einer Marktwirtschaft findet sich bereits in der antiken Philosophie (Aristoteles) wie auch in der Erörterung des gerechten Preises bei Thomas von Aquino. Der ökonomische Liberalismus beantwortete mit seiner Theorie der Preisbildung im Wettbewerb (A.  Smith, D. Ricardo) zugleich die Frage nach dem angemessenen Preis, die auch schon zuvor etwa von dem Kameralisten J. H. G. von Justi, allerdings

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Aspekte der geschichtlichen Entwicklung

Die moderne Marktwirtschaft entstand aus dem neuzeitlichen Kapitalismus in Europa. Aus der geschichtlichen Symbiose von Privateigentum und ungehindertem Wettbewerb resultierte die industrielle Revolution und der säkulare Wachstumsprozess seit Mitte des

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Marktwirtschaft als praktische Wirtschaftsordnung

In der Geschichte wie in der Gegenwart zeigt sich die Marktwirtschaft in verschiedenen praktischen Ausprägungen, die sich durch Ausmaß und Formen staatlicher Intervention unterscheiden, welche ihrerseits von den jeweils vorrangig verfolgten wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Zielen abhängen. Die Reichweite staatlichen Einflusses kann sich etwa in der Ausgestaltung der Eigentumsverhältnisse oder auch in einer Beschränkung der

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Werke

Weiterführende Literatur:

W. Eucken: Die Grundlagen der Nationalökonomie (1940; Nachdruck 1990);
F. A. v. Hayek: Der Wettbewerb als Entdeckungsverfahren (1968);
F. A. v. Hayek:
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Quellenangabe
Brockhaus, Marktwirtschaft. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/marktwirtschaft