Im März 2016 sprach der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) den früheren Vizepräsidenten Bemba wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen schuldig und verurteilte ihn im Juni 2016 zu 18 Jahren Haft. Im selben Jahr eskalierte ein innenpolitischer Konflikt um die Ansetzung der laut Verfassung durchzuführenden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen. Die Wahlkommission erklärte im September 2016, die Wahlen wegen einer notwendigen Überarbeitung der Wählerregister nicht durchführen zu können. Die Entscheidung löste Massenproteste aus, die zahlreiche Todesopfer forderten. Im Oktober 2016

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Von der ersten Besiedelung zur belgischen Kolonie

Ab etwa 700 n. Chr. siedelten Völker der Bantu im Gebiet des heutigen Kongo. Bestimmte Staaten sind nachweisbar, seit die Küstenbewohner um 1500 mit portugiesischen

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Unabhängigkeit und Sezessionsbestrebungen

Erst nach Unruhen leitete Belgien 1959 politische Reformen ein und entließ die Kolonie unter dem Namen »République Démocratique du Congo« (Demokratische Republik Kongo; im Unterschied

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Unter diktatorischer Herrschaft

Im Juli 1964 wurde Tshombé Premierminister der Zentralregierung, jedoch am 23.11.1965 durch einen Putsch des Armeechefs Mobutu Sese-Seko gestürzt. Dieser regierte diktatorisch, gestützt auf die MPR, verstaatlichte den Bergbau und alle anderen wichtigen Wirtschaftssektoren, suchte sein Regierungssystem durch Rückgriff auf angebliche afrikanische »Authentizität«

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Zaire wird Demokratische Republik

Zu schweren Unruhen kam es Anfang Oktober 1996 im Osten in der Provinz Südkivu, nachdem den seit Generationen in dieser Region lebenden rd. 300 000 Banyamulenge-Tutsi befohlen wurde, das Land umgehend zu verlassen. Ruandische Truppen griffen daraufhin ein, um

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Das Land im Bürgerkrieg

Im August 1998 begann eine von Ruanda und Uganda unterstützte Rebellion gegen Kabila, die sich zu einem landesweiten Bürgerkrieg ausweitete und in deren Verlauf v. a. Angola, Simbabwe und Namibia zugunsten der Regierungstruppen Kabilas militärisch intervenierten. 1999 unterzeichneten die Demokratische Republik Kongo, Angola, Namibia und Simbabwe einen regionalen Verteidigungspakt. Die zum Teil stark zersplitterten Rebellenbewegungen, so u. a. die in zwei konkurrierende Flügel gespaltene und zum Teil gegeneinander kämpfende, von Ruanda unterstützte Kongolesische Versammlung für

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Neue Verfassung und erste Wahlen

Eine im Dezember 2005 durch Referendum bestätigte und im Februar 2006 eingeführte neue Verfassung ermöglichte die Konstituierung neuer staatlicher Strukturen. So fanden erstmals seit der Unabhängigkeit des Landes 1960

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Fragile Sicherheitslage

Die innenpolitische Lage blieb kritisch. In den beiden Kivu-Provinzen im Osten des Landes verschärften sich seit Ende Juli die bewaffneten Konflikte, nachdem General Laurent Nkunda (* 1967) seine Truppen aus den Regierungsstreitkräften gelöst und den Kampf gegen die Hutu- Milizen der »Demokratischen Front für die Befreiung Ruandas« (FDLR) wieder aufgenommen hatte. Ende August 2007 begann die Armee eine Offensive gegen Nkunda

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Massenproteste gegen Kabila

2016 verurteilte der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) den früheren Vizepräsidenten Bemba wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zu 18 Jahren Haft. 2018 wurde er wegen Verfahrensfehlern wieder freigesprochen.

Ebenfalls 2016 eskalierte ein innenpolitischer Konflikt um die Ansetzung der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen. Die Wahlkommission erklärte im September 2016, die Wahlen wegen einer notwendigen Überarbeitung der Wählerregister

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/kongo-demokratische-republik/geschichte