islamische Kunst, Bezeichnung für die Kunst derjenigen Völker, deren Mehrheit oder herrschende Minderheit dem ihre Kultur bestimmenden und ihre Einheit stiftenden Islam anhängen. Durch das Vordringen des Islam seit dem 7. Jahrhundert erstreckte sich das Gebiet der islamischen Kunst über Syrien in westlicher Ausdehnung bis nach Nordafrika und Spanien und in östlicher über Irak und Iran einerseits bis nach Nordindien und andererseits nach Anatolien. Die beherrschenden

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Omaijaden

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(661–749/750)

Während noch Mitte des 7. Jahrhunderts einfache Umbauten vorhandener byzantinischer Kirchen in muslimischen Betstätten vorgenommen wurden (Jerusalem, nach 637) oder nach dem Vorbild des Hauses Mohammeds (Wohnhof mit Halle) entstanden (Fustat), wendeten sich die Omaijaden seit 684 repräsentativen Bauvorhaben zu. Die Kaaba in Mekka wurde umgestaltet, wenn auch immer noch in bescheidenen Maßen, und der Felsendom errichtet.

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Abbasiden

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(749/750–1258)

Bagdad, die aus Lehmziegeln in sassanidischer Tradition errichtete »Runde Stadt« mit Palast und Großer Moschee, ist in ihrer ursprünglichen Gestalt nur aus Beschreibungen arabischer Quellen bekannt. Anschaulicher ist die hufeisenförmige Stadt Rakka, von der die Mauern, das Bagdad-Tor, die Große Moschee und eine Reihe von Palästen ausgegraben worden sind. Ins 8. Jahrhundert fallen auch die Erbauung des Wüstenschlosses Uhaidir (mit Portaliwan in sassanidischer Tradition), die Hauptbauzeit der Amr-Moschee

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Fatimiden

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(909–1171)

In ihrer Hauptstadt Kairo ließen die Fatimiden 970–972 die (später erneuerte) Azhar-Moschee erbauen. Mehrere Beispiele typisch fatimidischer Stuckdekorationen sind

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Seldschuken und Rum-Seldschuken

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(1040–1194 und 1077–1307)

Mit den Seldschuken drangen seit der Jahrtausendwende zentralasiatische Elemente in die islamische Kunst des Iran (1037), des Irak (1055), Anatoliens (1071) und Syriens (1094) ein: die Grundideen von Zelt, Zeltstütze und geometrisch gemusterten Textilien. Zugleich übernahmen sie die Formen des samanidischen Iran und gaben ihnen vielfach eine neue Richtung. Als Grabbau brachten sie die aus der runden Jurte vermutlich durch Aufnahme armenischer Steinbaukunst entwickelte Türbe (Kümbed, Gumbad) mit Kegeldach mit, im Sockelgeschoss

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Ilkhane und Timuriden

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(13. Jahrhundert bis Anfang 16. Jahrhundert)

Das frühe 14. Jahrhundert ist durch eine starke Bautätigkeit unter den islamisierten mongolischen Herrschern in Iran geprägt. In der Residenz Täbris entstand ein neues Stadtviertel, von der Residenz Sultanije steht noch die mächtige Ruine des Mausoleums des

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Aijubiden und Mamluken

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(1171–1250 und 1250–1517)

Fast alle Bauten dieser Epoche entstanden in Kairo; Saladin errichtete die Zitadelle und stiftete eine Grabmedrese, anstelle des Mausoleums wurde 1211 das Mausoleum für den Imam asch-Scheifi als weiter Kuppelraum

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Safawiden

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(1501–1722)

Täbris, Ghaswin und Isfahan lösten sich als Hauptstädte ab, Letztere wurde von Schah Abbas I., dem Großen, zu einem prunkvollen

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Osmanen

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(1326–1922)

Die Baukunst ging zuerst von seldschukischen Vorbildern aus (immer von Kuppelelementen und -reihen). Typisch für das 14. Jahrhundert ist die Ulu Camii (Hauptmoschee) in Bursa (1396–1402), eine Pfeilerhalle mit Kuppeln über jedem Abschnitt. Iranischer Herkunft sind dagegen die Fliesenausstattung in Blau, Grün, Weiß

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Werke

Weiterführende Literatur:

U. Vogt-Göknil: Die Moschee (Zürich 1978);
H. Stierlin: Architektur des Islam v. Atlantik zum Ganges (aus dem Französischen, Zürich 1979);
Meisterwerke islamischer Kunst. Gemälde
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Quellenangabe
Brockhaus, islamische Kunst. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/islamische-kunst