Islam [arabisch »Hingabe« (an Gott)] der, -(s), die von Mohammed zwischen 622 und 632 in Medina (erste Gemeindeordnung) gestiftete monotheistische Weltreligion, zu der sich (2010) rd. 1,55 Mrd.

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Lehre und Hauptmerkmale des Islam

Das zweigliedrige islamische Glaubenszeugnis (Schahada) umfasst erstens das Bekenntnis zu dem einen Gott (Allah) und zweitens zu Mohammed als Gottes Gesandten. Damit ist der Islam streng monotheistisch und prophetisch, steht im Gegensatz zum Polytheismus und zu religiösen Vorstellungen, die das Auftreten von Propheten als göttliche Gesandte nicht anerkennen, und beruht letztlich auf einer eigenständigen biblischen Sicht der Welt und der Menschen. Gott ist der Schöpfer und Erhalter allen Seins; er ist allmächtig, allwissend und barmherzig, der Richter über seine Geschöpfe

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Entstehung und Ausbreitung des Islam

Die islamische Gemeinde entstand seit etwa 613 unter der Leitung von Mohammed in Mekka in einem polytheistischen Umfeld. Anfangs wurde sie geduldet, als sie wuchs aber verfolgt. Nach dem Auszug (arabisch Hidjra) der Muslime aus Mekka nach Medina 622 entwickelte sich durch die Abgrenzung von den dortigen Juden sowie von Polytheisten und in der letztlich siegreichen Auseinandersetzung mit den Mekkanern eine Gemeinschaft, die den Glauben an den einen Gott und die Anerkennung Mohammeds als prophetischer Führer über ihre fortbestehenden Stammesbeziehungen

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Geschichtliche Entwicklung des Islam

Mit dem Wachsen der islamischen Gemeinschaft nahmen die inneren Differenzen zu, deren Ansätze bereits zur Zeit von Mohammed vorhanden waren. Die schnelle Expansion der muslimischen Araber nach seinem Tod führte zu neuen Gegensätzen und Einflüssen von außen. Formal führte das zum Ausbruch des politischen Konflikts um den legitimen Herrscher, doch verbargen sich hinter demselben weiter gehende, auch religiöse Differenzen. Die Ermordung Othmans, des 3. Kalifen, im Jahr 656 teilte die islamische Gemeinschaft anfangs dreifach: in Anhänger Ali Ibn Abi Talibs, Anhänger

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Der Islam seit dem 19. Jahrhundert

Fast alle mehrheitlich von Muslimen bewohnten Gebiete Afrikas und Asiens gerieten seit Beginn des 19. Jahrhunderts in den Einfluss- beziehungsweise Herrschaftsbereich europäischer Mächte, v. a. Großbritanniens, Frankreichs und Russlands. Von dieser politischen Machtbasis aus setzten die Europäer einen Prozess tief greifenden und umfassenden gesellschaftlichen Wandels in Gang. Seitens islamischer Kreise waren die Reaktionen unterschiedlich: Die meisten verharrten starr in den traditionellen Lebensformen des Islam, einige leisteten unter Berufung auf die islamische Tradition bewaffneten Widerstand, andere öffneten sich vorsichtig bestimmten Einflüssen der europäischen

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Werke

Weiterführende Literatur:

H. Halm: Der schiitische Islam. Von der Religion zur Revolution (1994);
A. Schimmel: Mystische Dimensionen des Islam. Die Geschichte des Sufismus (aus dem Englischen, Neuausgabe 1995);
A. T. Heine u. a.: Handbuch Recht u. Kultur des Islams in der deutschen Gesellschaft (2000);
T. Lemmen: Islamische Organisationen
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Weitere Medien

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Klagemauer

Jerusalem ist für Christen, Juden und Muslime eine heilige

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Quellenangabe
Brockhaus, Islam. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/islam