Georgien, Grusinien, georgisch Sakartwelo, amtlich Sakartwelos Respublika, deutsch Republik Georgien, Staat

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Landesporträt

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Georgien: Flagge

Die Flagge von Georgien wird durch ein

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Geografie

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Landschaft

Georgien grenzt im Westen an das Schwarze Meer, im Norden an Russland, im Osten und Südosten an Aserbaidschan und im Süden an Armenien und die Türkei.

Georgien ist überwiegend ein Gebirgsland mit stark differenzierten Relief- und Klimaverhältnissen auf kleinem Raum. Etwa 50 % des

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Klima

Georgien liegt im Übergangsbereich vom subtropischen zum gemäßigten Klima. Die Hochgebirgskette des Großen Kaukasus schirmt das Land klimatisch nach

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Vegetation

Die Vielgestaltigkeit der Landschaft bringt eine sehr abwechslungsreiche Vegetation mit etwa 4 000 endemischen Arten auf relativ kleinem Territorium hervor. Etwa 40 %

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Die sehr heterogene Bevölkerung setzt sich aus über 100 Ethnien zusammen: Georgier (84 %), Aserbaidschaner (7 %), Armenier (6 %), Russen (1,5 %), Osseten (1 %), weiterhin Abchasen, Griechen, Ukrainer, Weißrussen, Assyrer, Tataren u. a. Die Georgier gehören unterschiedlichen Gruppen an, die teilweise als Einzelvölker angesehen werden (Adscharen, Mingrelier, Swanen, Imeretier, Gurier, Kartlier, Kachetier, Tuscha, Pschawelier,

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Religion

Die Verfassung garantiert die Religionsfreiheit; die Bedeutung der Georgischen Orthodoxen Kirche (georgische Kirche) in der Geschichte Georgiens wird

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Politik und Recht

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Politik

Auf Basis der Verfassung vom 17. 10. 1995 ist Georgien seit der am 17. 11. 2013 in Kraft getretenen Verfassungsreform eine semipräsidentielle Republik. Staatsoberhaupt und Oberkommandierender

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge zeigt ein weißes Flaggentuch, das durch ein gerades rotes Kreuz gleichmäßig geteilt wird. In den

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Parteien

Seit Einführung des Mehrparteiensystems 1990 ist eine stark zersplitterte, von Spaltungen,

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Gewerkschaften

Unter dem Dach des Georgischen Gewerkschaftsbundes (Sakartvelos Profesiuli Kavshirebis Gaertianeba, gegründet

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Militär

Die Gesamtstärke der Wehrpflichtarmee (Dienstzeit 18 Monate) beträgt (2014) 20 700 Mann.

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Verwaltung

Georgien gliedert sich administrativ in 9 Regionen (georgisch mcharebi, Singular mchare)

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Recht

Für Zivil- und Strafverfahren sowie für öffentlich-rechtliche Streitigkeiten sind die ordentlichen Gerichte zuständig. Die

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Bildungswesen

Es besteht eine neunjährige allgemeine Schulpflicht ab dem 6. Lebensjahr und ein für alle Kinder offenes Vorschulangebot. Das Schulsystem

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Medien

Die Medienlandschaft ist vielfältig, aber stark politisiert. Vorherrschend sind Privatunternehmen. Populärstes Massenmedium ist das Fernsehen. In den abtrünnigen Republiken Abchasien

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Georgien gehörte in den 1980er-Jahren nicht zuletzt aufgrund einer florierenden Schattenwirtschaft zu den Sowjetrepubliken mit dem höchsten Lebensstandard. Die Jahre der politischen Unabhängigkeit nach 1991 waren durch den Zusammenbruch staatlicher Institutionen, eine schwere Wirtschaftskrise, einen starken Rückgang der wirtschaftlichen Leistung und eine gravierende Verschlechterung der sozialen Lage gekennzeichnet. Die Einführung des Lari als neue Währung (1995)

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Landwirtschaft

Wegen des Bürgerkriegs und des zeitweisen Abbruchs der Beziehungen zu den traditionellen Absatzmärkten in den ehemaligen Sowjetrepubliken ist die Agrarproduktion seit den 1990er-Jahre stark gesunken. Der Anteil der Landwirtschaft

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Bodenschätze

Georgien verfügt über zahlreiche Bodenschätze. Das Potenzial an Energierohstoffen ist begrenzt;

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Energiewirtschaft

Die unzureichende Energieversorgung und die Abhängigkeit Georgiens von Energieimporten im konfliktreichen kaukasischen Raum

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Industrie

In der verarbeitenden Industrie, im Bergbau und im Baugewerbe ist etwa ein Zehntel der Erwerbstätigen beschäftigt, sie

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Tourismus

Georgien verfügt mit seiner abwechslungsreichen Landschaft, der vielgestaltigen Tier- und Pflanzenwelt, den teilweise vergletscherten Hochgebirgen, dichten Wäldern, Gebirgsschluchten, Stränden am Schwarzen Meer, Kurorten und Heilbädern sowie mit seinen regional unterschiedlichen kulturellen

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Verkehr

Georgien hat als Transportkorridor zwischen dem Schwarzmeer- und dem Kaspischen Raum sowie zwischen Russland und den südlichen Staaten Transkaukasiens und dem Iran Bedeutung, jedoch wurden infolge der Bürgerkriege und der

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Geschichte

Zur Vorgeschichte Kaukasien.

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Georgien im Altertum und frühen Mittelalter

Seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. berichteten griechische Quellen über die Staatsbildung in Westgeorgien (griechisch Kolchis, georgisch Egressi) mit der Hauptstadt Aea (bzw. Aia, heute Kutaissi), seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. über das ostgeorgische Iberien (georgisch Kartli) mit der Hauptstadt

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Georgien unter den Bagratiden

Seit Ende des 8. Jahrhunderts formierten sich an der Peripherie Georgiens drei Territorialkönigtümer: Kachetien (Osten), Abchasien (Nordwesten) und Tao-Klardschetien (Südwesten), die beiden Letzteren unter der Herrschaft des seit dem 8. Jahrhundert aufstrebenden armenisch-georgischen Adelsgeschlechts der Bagratiden (georgisch Bagrationi). 912 proklamierte sich der Emir von Tiflis zum selbstständigen Herrscher. Von Südwestgeorgien setzte unter der Dynastie der Bagratiden (seit

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Georgien im Russischen Reich

Im Vertrag von Georgiewsk (1783) unterstellte Erekle II. Kartli-Kachetien russischer Schutzherrschaft, behielt sich aber innenpolitische Autonomie vor. Der König von Imeretien, Solomon II. (der Große, * 1773, † 1815; Herrschaftszeit 1784/89–1810), dessen Reich seit 1758 (Herrschaft Solomons I. [* 1735, † 1784]) über einen

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Die Entstehung der Georgischen Republik

Nach dem Zerfall des Russischen Reiches und der Oktoberrevolution schlossen sich Georgien, Armenien und Aserbaidschan am 28. 11. 1917 unter der Führung von Jewgeni Petrowitsch Gegetschkori (* 1881,

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Unter sowjetischer Herrschaft – Transkaukasische Föderation und Georgische SSR

Als Aufstände im Süden des Landes ausbrachen, marschierte am 11. 2. 1921 die 11. Rote Armee »zur Unterstützung der rebellierenden Proletarier« in Georgien ein, das als Letzter der drei transkaukasischen Staaten sowjetisiert wurde. Am 25. 2. 1921 wurde Tiflis eingenommen, am 18. 3. ging die Regierung nach Frankreich ins Exil. Die Phase der ersten Unabhängigkeit Georgiens war militärisch beendet worden, aber der Widerstand gegen die Sowjetisierung

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Erneute Unabhängigkeit 1991 – von Gamsachurdia zu Schewardnadse

Bei den ersten freien Wahlen am 28. 10./11. 11. 1990 wurde in Georgien das Parteienbündnis »Runder Tisch – Freies Georgien«

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Georgien im Banne von Regionalkonflikten

Zur Beilegung des blutigen Konflikts in Südossetien, das seine Vereinigung mit dem zur Russischen Föderation gehörenden Nordossetien anstrebte, vereinbarten die georgische Führung und südossetische Politiker Ende Juni 1992 einen Waffenstillstand; die Situation blieb jedoch auch nach Stationierung einer gemischten Friedenstruppe angespannt. Während einer Militäraktion gegen Anhänger Gamsachurdias marschierten Einheiten der georgischen Nationalgarde im August 1992 in Abchasien ein, das im

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Innen- und außenpolitische Entwicklungen 1995–2000

Im August 1995 verabschiedete das georgische Parlament eine neue Verfassung (Verankerung einer starken Präsidialmacht); bei Wahlen am 5. 11. 1995 wurde Schewardnadse im Amt

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Die »Rosenrevolution«– Georgien unter neuer Führung

Als nach den manipulierten Parlamentswahlen vom 2. 11. 2003 das im selben Jahr gegründete Regierungsbündnis »Für ein neues Georgien« am 20. 11. 2003 zum Wahlsieger erklärt wurde, eskalierten die wochenlangen Proteste der v. a. von M. Saakaschwili angeführten Opposition zu einem offenen Aufruhr; am 22. 11. 2003 erstürmten seine Anhänger das Parlament in Tiflis und erzwangen durch ihre »Rosenrevolution« (so genannt wegen der von einigen Demonstranten getragenen Rosen) einen

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Der »Kaukasus-Krieg« und die Folgen

Das ungelöste Südossetienproblem eskalierte im August 2008 in militärischen Auseinandersetzungen, die zur bewaffneten Intervention Russlands führten (»Kaukasus-Krieg«). Unter französischer Vermittlung akzeptierten Russland und Georgien eine Waffenruhe, später einen EU-Friedensplan. Russland erkannte die staatliche Unabhängigkeit von Südossetien und Abchasien an, was international jedoch keine Akzeptanz fand. Georgien trat aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten aus. Neuer georgischer Regierungschef wurde am 1. 11. 2008 der Diplomat Grigol Mgaloblischwili (* 1973). Er trat bereits im Februar

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Kultur

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Quellenangabe
Brockhaus, Georgien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/georgien