Enzyme [zu griechisch en »in« und zýmē »Sauerteig«], Singular Enzym das, Biokatalysatoren, veraltete Bezeichnung Fermente, in allen lebenden Organismen vorkommende, intrazellulär gebildete, hochmolekulare

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Vorkommen und Struktur

Enzyme kommen außerhalb der Zelle (extrazelluläre Enzyme) sowie (die große Mehrzahl) innerhalb der Zelle (intrazelluläre Enzyme) vor. Sie unterscheiden sich weder qualitativ noch quantitativ von anderen Proteinen. Die Kettenlänge beträgt in der Regel 100–500 Aminosäuren. Sie können sowohl aus einer Peptidkette (Untereinheit) bestehen (Monomere) als auch aus mehreren gleichen oder

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Darstellung und Wirkungsweise

Die Isolierung von Enzymen aus Geweben sowie deren strukturelle und funktionelle Untersuchung ist Aufgabe der Enzymologie, eines Teilgebietes der Biochemie. Die Anreicherung und Reindarstellung von Enzymen erfolgt nach den Methoden der Proteinchemie durch Differenzialzentrifugation, fraktionierende Fällung, Ionenaustauschchromatografie, Gelfiltration, Affinitätschromatografie und Elektrophorese. Zur Strukturaufklärung dienen v. a. die Sequenzanalyse sowie die Röntgenstrukturanalyse. Die funktionellen und

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Nomenklatur und Klassifikation

Früher unterschied man zwei Gruppen von biochemischen Katalysatoren: im Zytoplasma gelöste, aber ohne Mitwirkung der Zelle aktive Enzyme und die nicht von

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Medizinische und technische Bedeutung

Viele Stoffwechselanomalien beruhen auf dem genetisch bedingten und somit erblichen Funktionsausfall bestimmter Enzyme (Enzymdefekte, Enzymopathien), der gegebenenfalls zur Blockierung einer ganzen Stoffwechselkette führen kann (z. B.

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Werke

Weiterführende Literatur:

Methods in enzymology, herausgegeben von S. P. Colowick und N. O.
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Quellenangabe
Brockhaus, Enzyme. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/enzyme