Seit der Mitte des 11. Jahrhunderts setzten im gesamten Abendland bedeutsame Wandlungen in den Herrschafts- und Sozialverhältnissen wie auch im geistigen Selbstverständnis ein, die überkommene Ordnungen infrage stellten und neue Kräfte mobilisierten. Ein stetiges, seit 1200 sprunghaft ansteigendes Bevölkerungswachstum, das bis ins 14. Jahrhundert hinein andauerte, stellte die Agrargesellschaft des Mittelalters vor die Aufgabe, die landwirtschaftliche Produktion erheblich zu erhöhen, um den gestiegenen Nahrungsbedarf zu decken. Dieser Herausforderung suchte man durch verbesserte Anbaumethoden und Arbeitstechniken (Dreifelderwirtschaft, neue Pflugmethoden, Bau von Getreidemühlen), aber

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Quellenangabe
Brockhaus, Das Zeitalter der Salier und Staufer (1024–1254). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/deutsche-geschichte/das-zeitalter-der-salier-und-staufer-1024-1254