Deutsche Demokratische Republik, Abkürzung DDR, von 1949 bis 1990 Staat in

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Flagge und Wappen

Flagge und Wappen: deutsche Farben.

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Politisches System

Die DDR war von ihrer Gründung an ein Staat, der sich als »Diktatur des Proletariats« verstand und nach sowjetischem Modell eine sozialistische Gesellschaft unter Führung der Staatspartei SED zu verwirklichen suchte; sie wurde zur zweiten deutschen Diktatur. Die Politik der SED führte zum Ausbau eines bürokratisch-administrativen Systems, das alle gesellschaftlichen Bereiche durchdrang. In der Verfassung vom 6.4.1968 (1974 leicht revidiert) verankerte die SED auch verfassungsrechtlich ihre führende Rolle in Staat und Gesellschaft, die mit einer engen – auch personellen – Verquickung von

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Verwaltung

Das Staatsgebiet war zunächst in 5 Länder, seit Juli 1952 in 14 Bezirke und die Hauptstadt der DDR Berlin (Ost) gegliedert. Mit der Abschaffung der Länder wurden die

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Verfassung und Recht

Mit Gründung der DDR am 7.10.1949 (ab 1950 Nationalfeiertag) wurde von der Volkskammer eine Verfassung in Kraft gesetzt, die, ursprünglich gesamtdeutsch konzipiert, noch starke Anklänge an die Weimarer Reichsverfassung besaß – so die föderalistischen und rechtsstaatlichen Züge, parlamentarisches System; sie wies jedoch bereits deutliche Unterschiede u. a. hinsichtlich der Stellung des Parlaments, des Präsidenten und der Wirtschaftsordnung auf. Von Anfang an bestand ein grundlegender Widerspruch zwischen Verfassungsrecht und Verfassungswirklichkeit, der sich mit fortschreitender Ausprägung der sozialistischen Staatsmacht weiter vertiefte. Unliebsame Verfassungsnormen und

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Militär und Repressionsapparat

Nach Beendigung des Besatzungsregimes seitens der Sowjetunion (1955) wurde die Aufstellung eigener Streitkräfte der DDR beschlossen (18. 1. 1956; Nationale Volksarmee

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Alltag zwischen Repression und Propaganda

Am Beginn stand das Pathos einer »neuen Zeit«: Die DDR war angetreten mit dem Anspruch, den »besseren« deutschen Staat zu repräsentieren (W. Pieck bei der Gründung am 7. 10. 1949). Jedoch zeigt sich schon in den Ritualen und Symbolen der frühen DDR, geprägt von der Schärfe des Kalten Kriegs, der Monopolanspruch der SED auf den Staat und die totale Durchdringung aller Lebensbereiche durch Ideologie und Propagandaaufwand: Kampagnen, politisch ritualisierte Jubiläums- beziehungsweise Gedenkkultur, Massenkundgebungen prägten den Alltag. Der postulierte radikale Bruch mit Traditionen

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Kirchenpolitik und Kirchen in der DDR

Zwar garantierten die Verfassungen von 1949 (Artikel 41–48) und 1968 (Artikel 39) formell das Recht der freien Religionsausübung, doch war dieses Recht in der tatsächlichen Politik ebenso eingeschränkt wie die öffentlichen Wirkungsmöglichkeiten der Kirchen. Trotz des praktizierten Grundsatzes einer strikten Trennung von Staat und Kirche versuchte die SED-Führung auf mannigfaltige Weise, unter Ausnutzung ihres Macht- und Meinungsmonopols, durch Überwachung, Einflussnahme und »Zersetzung« seitens des Staatssicherheitsdienstes, immer wieder Einfluss auf das kirchliche Leben zu nehmen und die einzige große, von der

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Kulturpolitik und Geschichte

Zur Kulturpolitik: deutsche Literatur, Abschnitt »Die Literatur der Deutschen Demokratischen Republik«.

Geschichte:

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Quellenangabe
Brockhaus, Deutsche Demokratische Republik (1949–90). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/deutsche-demokratische-republik