Bergbau, die Gesamtheit aller Unternehmungen zur Aufsuchung und Gewinnung von Bodenschätzen (Gewinnungsbergbau), daneben heute auch zur Wiedernutzbarmachung und

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Technik

Der Gewinnungsbergbau setzt gewöhnlich die Suche nach Lagerstätten (Prospektion) und deren sorgfältige Untersuchung (Exploration) zur Ermittlung der Vorratsmenge und Prüfung der Bauwürdigkeit voraus. Zur Ermittlung der Vorratsmenge ist es notwendig, die Lagerstätteninhalte an einer genügenden Anzahl von Punkten, sei es durch Kernbohrungen, Schürfgräben oder -schächte oder Untersuchungsstrecken sowie durch geophysikalische Verfahren, sichtbar zu machen.

Je nach Tiefenlage werden feste Rohstoffe im Tagebau oder im Untertagebau (Tiefbau)

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Wirtschaft

In der Wirtschaftsstatistik umfasst der Gewinnungsbergbau als Produzent von Rohstoffen für die Energiewirtschaft und die gewerbliche Produktion u. a. den Kohlen-, Erz-, Kali- und Steinsalzbergbau sowie die Erdöl- und Erdgasgewinnung. Kennzeichnend für den deutschen Bergbau sind ein hoher Sicherheitsstandard, effektive Technologien und eine moderne Technik, die als Exportgut weltweit gefragt ist. Er zeichnet sich durch eine hohe produktspezifische Wertschöpfungsrate aus, die häufig bis nahe an 100 % reicht (z. B. bei Kalidünger, Dachschiefer). Die am letzten Kalendertag 2009 in den bergbaulichen Betrieben insgesamt

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Umwelt

Bergbau ist immer mit einem Eingriff in die Erdoberfläche und somit in vielen Fällen mit Beeinträchtigungen der Umweltressourcen – Boden, Wasser, Luft – verbunden. Zur Rohstoffgewinnung werden Lagerstätten erschlossen, der Bergbau kann somit seinen Wirkungsbereich nicht willkürlich wählen. In den Industriestaaten mit hoher Besiedlungsdichte hat der Bergbau unter der Bevölkerung, bedingt durch die Hinterlassenschaften früheren Bergbaus und kritischeren Umgang der Gesellschaft mit der Umwelt bedeutend an Akzeptanz verloren. Vor Jahrzehnten noch geduldete Inanspruchnahmen von Flächen, Aufhaldungen, Grubenwasserableitungen in die Vorfluter, Oberflächen- und

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Soziales

Wegen der Schwere seines Berufs wird dem Bergmann seit jeher eine Sonderstellung auch im sozialen Bereich eingeräumt. Die gesetzlichen, tarifvertraglichen und betrieblichen Sozialleistungen

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Geschichte

Bereits in der Altsteinzeit begann der Mensch, durch bergmännische Arbeit die für seine Existenz notwendigen Rohstoffe zu gewinnen. Die vermutlich ältesten Bergwerke der Erde (Schächte und Gräben in geringer Tiefe) wurden in der Nähe des oberägyptischen Dorfes Nazlet Khater, rd. 50 km südlich von Assiut, gefunden; sie stammen aus der Zeit um 30 000 v. Chr. In Europa ist der Bergbau auf Steinmaterial, zunächst nur in der Form des Tagebaus, seit der Mittelsteinzeit belegbar. Auch in der Jungsteinzeit wurden Felsgestein und Obsidian

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Volkskunde

Das seit dem späten Mittelalter ökonomisch und zahlenmäßig starke, straff organisierte, in Tracht, Sprache und seinem »Glückauf«-Gruß relativ homogene Bergknappentum hat mit einer Fülle von religiösen und heiter-festlichen Bräuchen dem harten, vom plötzlichen Tod bedrohten Arbeitsleben unter Tage ein Gegengewicht gegeben. Seit dem Mittelalter sind Bergpatrone, v. a. die heilige Barbara und der Prophet Daniel, eigene Kirchenaltäre, Gottesdienste und Gebete der Bergleute bekannt. Jeder Stollen

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Quellenangabe
Brockhaus, Bergbau. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/bergbau-20