Anicius Manlius Torquatus Severinus Boethius (um 480–524) war ein berühmter Philosoph, Mathematiker und Politiker am Wendepunkt von der

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Leben und Zeit

Boethius, der mit vollem Namen Anicius Manlius Severinus Boethius hieß, wurde als Sohn eines hohen römischen Würdenträgers um das Jahr 480 geboren. Nur vier Jahre zuvor war mit der Absetzung des letzten Kaisers Romulus Augustulus das Weströmisches Reich untergegangen. Es waren nun germanische Fürsten, die das Schicksal

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Boethius als Schriftsteller und Philosoph

Boethius war politisch tätig, nahm sich daneben aber auch immer wieder die Zeit, seinen wissenschaftlichen Neigungen nachzugehen. Auf diesem Gebiet vollbrachte er

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Einzelne Werke

Schon in sehr jungen Jahren begann Boethius damit, gelehrte Schriften zu verfassen. Von diesen ist heute jedoch nichts mehr erhalten.

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Boethius als Übersetzer

Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller widmete er sich Boethius intensiv der Übersetzung philosophischer und mathematischer Texte antiker griechischer Schriftsteller. Damit wollte er seinem eigenen Anspruch gerecht werden, als Mittler zwischen dem klassischen alten Gedankengut und

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»Vom Trost der Philosophie«

Seinen bis heute fortdauernden Ruhm begründete Boethius jedoch mit einer einzigen Schrift. Er verfasste sie kurz vor seinem Tod, als er im Gefängnis in Pavia auf seine Hinrichtung wartete. Sie trägt den lateinischen Titel »De consolatione philosophiae« (»Vom Trost der Philosophie«). Boethius hat sie verfasst, um sich in seiner dramatischen Situation selbst Mut zuzusprechen. Er knüpfte damit an eine Tradition an, die bereits im 1. Jahrhundert der Römer Cicero

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Literatur

Büchner, K. (Hrsg.), Boethius. Trost der Philosophie (Stuttgart 2016)
Gruber, J.
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Quellenangabe
Brockhaus, Boethius. http://brockhaus.de/ecs/julex/article/boethius-anicius-manlius-torquatus-severinus