Viren [Lateinisch virus »Schleim«, »Saft«, »Gift«], infektiöse, gegen Antibiotika unempfindliche Partikel, bestehend aus einem Genom und einer Proteinhülle.

Viren kommen bei allen Gruppen von

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Aufbau

Form und Größe der Viren sind sehr unterschiedlich, dennoch existieren einige markante Grundmerkmale. Das Genom jedes Virus besteht aus nur einer Art von Nukleinsäure (DNA oder RNA). Die Nukleinsäure liegt mit Histonen oder

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Infektion und Vermehrung von Viren

Bei der Infektion durch Viren lassen sich folgende Stadien unterscheiden: Anheftung (Adsorption) an die Wirtszelle, Rezeptorbindung und Aufnahme in die Zelle (Penetration), Freisetzung des Virus-Genoms, Replikation des Virus-Genoms, Synthese der Virusproteine, Zusammenbau des Virusteilchens, Austritt aus der Zelle.

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Vermehrung eines Virus am Beispiel der Grippe. Durch eigene Zellteilung können

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Klassifikation

Die über 30 000 bekannten Viren und Bakteriophagen, von denen rund 4 000 umfassend wissenschaftlich

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Klinische Bedeutung

Bei Menschen und Tieren sind Viren Ursache von Infektionen, die unbemerkt oder als Krankheit unterschiedlichen Schwere­grads ablaufen. Sie dringen meist über die Schleimhäute der Atmungs-, Verdauungs- und Geschlechtsorgane (gelegentlich auch über die Haut) ein, wobei die Infektion an der Eintrittsstelle lokalisiert bleiben kann

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Pflanzenviren

Pflanzen werden überwiegend von RNA-Viren befallen. Die Übertragung kann mechanisch durch Kontakt erfolgen oder durch spezifische Vektoren mit stechend-saugenden Mundwerkzeugen

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Diagnostik

Als klassisches Verfahren gilt die Virenanzucht aus diagnostischem Material in der Zellkultur (z. B.

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Bedeutung in der Medizin

Heutzutage haben Viren auch eine besondere Bedeutung bei der Entwicklung neuer

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Literatur

B. N. Fields u.a., Virology, 2 Bde. (62013)
S. Modrow u.a., Molekulare Virologie
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Mitwirkende

  • Sandra Lampl
Quellenangabe
Brockhaus, Viren (Biologie und Medizin). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/viren-biologie-und-medizin