Litauen, litauisch Lietuva, amtlich Lietuvos Respublika, deutsch Republik Litauen, Staat in

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Landesporträt

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Litauen: Flagge

In der Flagge von Litauen symbolisiert Gelb

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Geografie

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Landschaft

Litauen grenzt im Westen an die Ostsee, im Norden an Lettland, im Osten und Südosten an Weißrussland, im Südwesten an Polen und Russland (Gebiet Kaliningrad).

Das im Nordwesten der Osteuropäischen Ebene gelegene Land ist geprägt von Reliefformen, die pleistozäne Inlandeisgletscher nach ihrem Rückzug hinterließen (Grundmoränen, Endmoränenzüge, zahlreiche

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Klima

Litauen hat an der Küste gemäßigtes Seeklima, im Inland dagegen ein stärker kontinental geprägtes Klima.

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Vegetation

Litauen liegt in der klimatisch gemäßigten Mischwaldzone; 35 % des Territoriums werden von Waldflächen eingenommen. Auf trockenen Sandböden

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Die Bevölkerung setzt sich aus Litauern (86,7 %), Polen (5,6 %), Russen (4,8 %), Weißrussen (1,3 %) und Ukrainern (0,5 %) zusammen; 1,1 % gehören anderen Volksgruppen an. Die polnische Minderheit siedelt vor allem im

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Religion

Die Verfassung garantiert die Religionsfreiheit, stellt alle Religionsgemeinschaften rechtlich gleich und schließt die Etablierung einer Staatsreligion ausdrücklich aus. Die Religionsgemeinschaften unterliegen der Pflicht der staatlichen

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Politik und Recht

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Politik

Nach der am 6. 11. 1992 in Kraft getretenen Verfassung ist Litauen eine Republik mit einem parlamentarisch-präsidialem Mischsystem. Staatsoberhaupt ist der

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge aus der Zeit der ersten Republik (1918–40) wurde am 18. 11. 1988 wieder eingeführt und ist gelb über grün und rot

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Parteien

Litauen verfügt über ein breit gefächertes Parteienspektrum. Wichtige Parteien sind die Litauische Sozialdemokratische Partei (LSDP; entstanden 2001 durch Zusammenschluss von Litauischer Sozialdemokratischer Partei

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Gewerkschaften

Größter Gewerkschaftsverband ist die Litauische Gewerkschaftskonföderation, die 2002 durch Fusion des

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Militär

Die Gesamtstärke der Armee beträgt etwa 11 500 Mann. Das Heer (rund 8 200 Soldaten) ist gegliedert

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Verwaltung

Litauen ist administrativ in 60 selbstverwaltete Gemeinden (litauisch Savivaldybės) untergliedert, die

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Recht

Nach der Erlangung der Unabhängigkeit wurde eine umfassende Reform der Rechtsordnung

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Bildungswesen

Das Bildungswesen wurde Anfang der 1990er-Jahre umfassend neu geregelt, 1999 wurde mit der Umstrukturierung des Schul- und Hochschulsystems begonnen. Oberste

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Medien

Die Medienlandschaft ist vielfältig und spiegelt ein breites Meinungsspektrum wider.

Presse: Die größten Tageszeitungen sind »Lietuvos rytas« (»Litauischer Morgen«,

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Litauen war bis zur Angliederung an die Sowjetunion 1940 ein Agrarland, das sich erst während sowjetischer Zeit mit dem Ausbau der industriellen Basis zu einem Industrie-Agrar-Staat entwickelte. In den ersten Jahren der Unabhängigkeit

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Landwirtschaft

Der Agrarsektor, in dem rund 9 % aller Beschäftigten tätig sind, hat für den Export eine gewisse

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Bodenschätze

Litauen ist arm an natürlichen Rohstoffen. Erschlossen und abgebaut werden geringe

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Energiewirtschaft

Litauen verfügt nur über ein geringes Potenzial an Brennstoffreserven. Rohöl, Erdgas

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Industrie

Eine verstärkte Industrialisierung Litauens begann erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie orientierte sich weniger an den

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Tourismus

2015 besuchten etwa 1,13 Mio. ausländische Touristen (vor allem aus Polen, Deutschland, Russland, Weißrussland und Lettland) das Land. Touristische Anziehungspunkte sind die

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Verkehr

Litauen ist ein wichtiges Transitland zwischen Russland, den anderen baltischen Ländern und Mitteleuropa. Insgesamt ist das

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Geschichte

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Vom Aufstieg zur europäischen Großmacht bis zum Ende der polnisch-litauischen Union

Schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit haben die Vorfahren der Litauer den Unterlauf der Memel und das Tal der Neris besiedelt. In der Epoche der Kreuzzüge konnten sie sich gegen den Deutschen Orden militärisch behaupten (etwa 1230–1410), obwohl sich gegen die (bis 1385) überwiegend

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Russische Herrschaft und Aufschwung der Nationalbewegung

Von 1815 bis 1918 bestand Litauen aus den russischen Gouvernements Wilna, Kowno und Suwałki. 1830 und 1863 kam es auf dem Gebiet des ehemaligen Doppelstaates zu zwei

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Litauen als unabhängiger Staat (1918–40)

Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges besetzten deutsche Truppen schon im März 1915 Litauen. 1917 wurde mit deutscher Genehmigung ein Landesrat (Taryba, Präsident 1917–19 Antanas Smetona) gewählt, der am 11. 12. 1917 und erneut am 16. 2. 1918 die Unabhängigkeit Litauens verkündete (am 23. 3. 1918 vom deutschen Kaiser Wilhelm II. offiziell bestätigt); am 9. 7. 1918 wählte die Taryba Herzog Wilhelm von Urach (* 1864,

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Sowjetische Annexion, deutsche Besetzung und die Litauische SSR (bis 1990)

Im Juni 1940 wurde Litauen von sowjetischen Truppen besetzt und nach Ausrufung der Litauischen SSR (21. 7. 1940) am 3. 8. 1940 der UdSSR angegliedert. Wie im übrigen Baltikum brachte die Sowjetherrschaft schwere Repressalien

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Wiedererlangung der Unabhängigkeit – Litauen seit 1990

Nach Einführung eines Mehrparteiensystems erhielt bei den Wahlen zum Obersten Sowjet der Litauischen SSR am 24. 2. und 4. 3. 1990 Sąjūdis die Mehrheit der Mandate. Daraufhin erklärte Litauen am 11. 3. 1990 als erste sowjetische Unionsrepublik seine staatliche Unabhängigkeit (Umbenennung in Republik Litauen auf der Grundlage ihrer Vorkriegsverfassung). Der Musikwissenschaftler und Vorsitzende des Sąjūdis-Rates, V. Landsbergis, wurde zum Präsidenten des Obersten Rates, Kazimiera Prunskienė (* 1943) zur Ministerpräsidentin gewählt (Letztere im Amt bis Januar 1991).

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Landsbergis, Vytautas

Die Moskauer Zentralregierung reagierte mit der

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Kultur

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Litauen:

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Quellenangabe
Brockhaus, Litauen. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/litauen