Die Vor- und Frühgeschichte ist Kanada mit anderen Teilen Nordamerikas (Geschichte) gemeinsam.

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Französische Herrschaft

Die ersten Einwohner des Gebiets, das heute Kanada bildet, waren Indianer (First Nations) und Inuit. Um 1000 erreichten normannische Seeleute (Leif Eriksson) die Ostküste Kanadas (L'Anse aux Meadows), die dann erst 1497 von G. und S. Caboto wiederentdeckt wurde (Neufundland und

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Britische Kolonialisierung

Am 7. 10. 1763 verlieh Großbritannien per königliche Proklamation dem französisch besiedelten Sankt-Lorenz-Strom-Gebiet den Status einer Provinz (Provinz Quebec), deren Verwaltung in den Händen eines Gouverneurs lag. Die zunehmende Unruhe in ihren alten Kolonien veranlasste 1774 die britische Regierung, dem neu erworbenen Territorium durch ein Gesetz (Quebec Act) weitere Zugeständnisse zu machen; die Kolonie wurde um die Gebiete nördlich des Ohio und östlich des Mississippi erweitert. Mit der Gewährung von Religionsfreiheit und Anerkennung der französischen Verfassungsstrukturen gewann

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Dominion of Canada

Kanada nahm einen schnellen Aufschwung unter Regierungschefs wie John Alexander Macdonald (* 1815, † 1891; 1867–73 und 1878–91), Alexander Mackenzie (* 1822, † 1892; 1873–78) und W. Laurier (1896–1911). Der Eisenbahnbau (1885 Fertigstellung der ersten kanadischen Transkontinentalbahn) erschloss die Prärieprovinzen (Kornkammer) und belebte Schifffahrt, Industrie und Ansiedlung. Goldfunde

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Das unabhängige Kanada

Nach dem wirtschaftlichen Aufschwung in den 1920er-Jahren geriet Kanada 1929/30 in den Sog der Weltwirtschaftskrise. Bei den Wahlen von 1930 siegten die Konservativen. Die von ihnen 1930–35 getragene Regierung unter Premierminister Richard Bedford Bennett (* 1870, † 1947) suchte – beeinflusst von der Politik des »New Deal« in den USA – durch Reformen die wirtschaftliche und soziale Situation der Bevölkerung zu verbessern: Einwanderungsstopp, Arbeitslosenunterstützung, Erhöhung der Zölle und Agrarpreise zugunsten der Landwirte. Die Wirtschaftskrise begünstigte die Entstehung neuer Parteien, u. a. in Alberta (Social Credit

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Multikulturelle Gesellschaft

Nach dem Wahlsieg der Konservativen von 1984 wurde B. Mulroney Premierminister (bis 1993). 1990 verweigerten einige Provinzen dem (bereits 1987 ausgehandelten) Meech-Lake-Abkommen, das Quebec einen Sonderstatus garantieren sollte, ihre Zustimmung. In einem Referendum am 26. 10. 1992 lehnte die Bevölkerung in Quebec, in fünf anglokanadischen Provinzen und dem Yukon Territory den im August 1992 von den Regierungen des Bundes, der Provinz und Vertretern der Urbevölkerung vereinbarten Kompromiss zur Verfassungsreform (Charlottetown Accord) ab, der eine größere Selbstständigkeit der Provinz sowie die Stärkung der

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Kanada im 21. Jahrhundert

Nach den Terroranschlägen in den USA vom 11. 9. 2001 setzte Kanada im Dezember 2001 ein Antiterrorgesetz (Bill C-36) in Kraft (u. a. Maßnahmen zur Überprüfung von Immigranten). Im Rahmen der Antiterrorkoalition beteiligte es sich ab Oktober 2001 mit Kriegsschiffen an der von den USA geführten Militäraktion in Afghanistan und ab Anfang 2002 mit einem Truppenkontingent an der dortigen internationalen Friedenstruppe (ISAF).

Nach dem Rücktritt Chrétiens im Dezember 2003 folgte ihm der einen Monat zuvor zum Vorsitzenden der LPC gewählte P. Martin als

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/kanada/geschichte