Exilliteratur, Emigrantenliteratur, Gesamtheit der literarischen Werke von Autoren, die ihr Land aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen verlassen mussten. Im weiteren Sinn werden auch Werke nicht exilierter Autoren, die nicht im eigenen Land,

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Deutschsprachige Exilliteratur

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19. Jahrhundert

Im Deutschland der Restaurationszeit mit seinen vielfältigen Repressionen wurde das Exil zum verbreiteten Schicksal der im Zeichen des

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1933 bis 1945

Eine beispiellose Flucht deutscher Intellektueller ins Ausland setzte mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ein. Stationen des Exils waren nach der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur die europäischen Nachbarstaaten des Deutschen Reichs. Eine erste Emigrationswelle (v. a. nach Paris, Amsterdam, Prag, Wien, Moskau) setzte nach der Okkupation Österreichs 1938 und der Tschechoslowakei 1939 ein. Ab 1940, nach der Besetzung Dänemarks, der Beneluxstaaten und Frankreichs, flohen Autoren v. a. nach Moskau, die USA, Mexiko, die Schweiz, Schweden, Großbritannien und Palästina.

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Von 1961 bis 1989

Eine neue Emigrationsbewegung entstand innerhalb Deutschlands, als sich nach dem Bau der Berliner Mauer, verstärkt nach der

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Osteuropa

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Polnische Exilliteratur

Die polnische Exilliteratur konzentrierte sich nach den Aufständen von 1830/31 in Paris, wo die wichtigsten Werke der

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Rumänische Exilliteratur

Zeugnisse rumänischer Exilliteratur hinterließen die »Achtundvierziger«, die im Verlauf der Revolution von 1848 über Siebenbürgen ins Pariser Exil

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Russische Exilliteratur

Die russische Exilliteratur nahm in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts größere Ausmaße an. Wichtig, auch für das politische und literarische Leben in Russland, war die Tätigkeit von A. I. Herzen und N. P. Ogarjow, die in London den Almanach »Poljarnaja zvezda« (Polarstern, 1855–62 und 1869) und die Zeitschrift »Kolokol« (Die Glocke, 1857–67) herausgaben.

Im 20. Jahrhundert hat die russische Literatur die längste Exilgeschichte. Bis zur Februarrevolution 1917 stammten die Werke der russischen Exilliteratur (z. B. M. Gorkis Roman »Die Mutter«, englisch 1906, russisch Berlin 1908)

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Tschechische und slowakische Exilliteratur

Während des Ersten Weltkriegs entstand in Russland die sogenannte Legionärsliteratur, zu der die Autoren der tschechischen Legion gehörten (J. Hašek; František Langer, * 1888, † 1965; Rudolf Medek, * 1890, † 1940). Zur Zeit der deutschen Okkupation

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Ungarische Exilliteratur

Die ungarische Exilliteratur des 20. Jahrhunderts wurde nach dem Scheitern der Räterepublik 1919 v. a. von

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Jüdische Literatur

Eine besondere Stellung nimmt die Exilliteratur jüdischer (über jüdische Themen und aus jüdischer Tradition

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Lateinamerika

In der nachkolonialen Zeit kam es in zahlreichen Ländern Lateinamerikas v. a. aufgrund extremer politischer Umstürze oder Verhältnisse immer wieder zu Exilphasen. So mussten z. B. in Argentinien im 19. Jahrhundert während der Diktatur J. M. de Rosas

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Afrika

Seit dem Übergang zur Unabhängigkeit mussten afrikanische Autoren immer wieder die Heimat aus politischen Gründen, wegen Verfolgung, Unruhen oder Bürgerkriegen verlassen. Religiöse

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Asien

In China entwickelte sich im Zuge der blutigen Niederschlagung der regimekritischen

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Quellenangabe
Brockhaus, Exilliteratur. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/exilliteratur