Bangladesch [-ʃ], Bangladesh, amtlich Bengali Gana Prajatantri Bangladesch [-dʒa-]

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Landesporträt

Bangladesch ist eine parlamentarische Republik in Südasien, am Golf von Bengalen. Hauptstadt ist die Millionenmetropole Dhaka. Der Großteil Bangladeschs ist fruchtbares Tiefland, das nur wenige Meter über den Meeresspiegel aufragt. Es wird von den wasserreichen Flüssen Ganges und Brahmaputra durchzogen, die

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Geografie

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Landschaft

Bangladesch grenzt im Süden an den Golf von Bengalen, im Westen, Norden und Osten an Indien und im Südosten an Myanmar.

Bangladesch liegt im Bereich des

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Klima

Bangladesch hat ein tropisches bis subtropisches Monsunklima. Der Nordostmonsun sorgt in den Wintermonaten (November bis März) für trockene Luft

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Vegetation und Tierwelt

Ingesamt sind nur noch 11 % der Landesfläche bewaldet. Die ursprüngliche Pflanzen- und Tierwelt wurde durch die Erweiterung landwirtschaftlicher Nutzflächen entweder vernichtet oder in kleine siedlungsferne

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Über 95 % der Bevölkerung sprechen Bengali, die Flüchtlinge aus Indien (Biharis) Urdu und die Stammesbevölkerung der Chittagong Hill Tracts tibetobirmanische Sprachen. Mit 1 240 Einwohnern/km² (2018) zählt Bangladesch zu den am dichtesten besiedelten Flächenstaaten der Welt. 63 % der Bevölkerung leben verstreut über das Land in kleinen Dörfern, wo gravierendste Entwicklungsprobleme (Unterbeschäftigung, Unterernährung, Armut) zu finden sind. Wegen der häufigen Überflutungen

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Religion

Die Verfassung bestimmt den Islam zur Staatsreligion und schützt, bezogen auch auf

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Politik und Recht

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Politik

Nach der durch Referendum vom 15.9.1991 gebilligten Änderung der Verfassung von 1972 ist Bangladesch eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der vom Parlament auf 5 Jahre gewählte Präsident, der überwiegend repräsentative Aufgaben wahrnimmt. Staatspräsident Abdul

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Nationalsymbole

Die 1972 eingeführte Nationalflagge ist ein grünes Flaggentuch mit einer roten Scheibe. 

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Parteien

Die Parteien, deren Tätigkeit lange Zeit verboten oder politisch eingeschränkt war, sind in

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Gewerkschaften

Nach der Aufhebung des Gewerkschaftsverbots 1986 entstanden neben den über 20

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Militär

Die Gesamtstärke der Freiwilligenarmee wird (Stand 2020) auf rund 165 000 geschätzt.

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Verwaltung

Bangladesch ist administrativ in 8 Provinzen (division) und nachfolgend in 64 Distrikte

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Recht

Das Rechtssystem beruht zum einen auf britischem (Kolonial-)Recht. Analog dazu steht an der Spitze der Gerichtsbarkeit der Oberste Gerichtshof (Supreme

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Bildungswesen

Trotz einiger Erfolge ist das Bildungswesen aufgrund jahrzehntelanger Versäumnisse und angesichts der enormen Bevölkerungszunahme immer noch sehr

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Medien

Meinungs- und Pressefreiheit sind zwar durch die Verfassung geschützt, wurden unter Sheikh Hasina jedoch in den letzten Jahren in der Realität deutlich eingeschränkt. Journalisten sind immer wieder staatlichen Repressionen ausgesetzt.

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Seit der Jahrtausendwende hat Bangladesch ein beständiges Wirtschaftswachstum von 5–7 % pro Jahr erzielt. Das Land zählt zur Gruppe der  Entwicklungsländer mit mittlerem Einkommen im unteren Bereich. Vor der Unabhängigkeit war Bangladesch landwirtschaftliches

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Landwirtschaft

Wichtigster Wirtschaftssektor ist die Landwirtschaft, die 12,7 % zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beiträgt (Stand 2019). Insgesamt werden zwei Drittel der Gesamtfläche agraisch genutzt, der Großteil davon

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Bodenschätze

Wichtigster Rohstoff sind die Erdgasvorkommen im Nordosten zwischen Titas und Sylhet. Um

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Industrie

Die Industrie, die (2019) 29,6 % des BIP erwirtschaftet, ist durch eine Vielzahl von Klein- und Hausbetrieben, vor allem

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Dienstleistungen

Der Dienstleistungssektor erwirtschaftet über die Hälfte des BIP (52,8 %; Stand 2019) und beschäftigt rund 40 % der Erwerbstätigen. Wichtige

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Verkehr

Das Verkehrswesen ist trotz Erneuerung von Eisenbahnstrecken und Fernverkehrsstraßen dem Bedarf

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Geschichte

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Separater östlicher Staatsteil Pakistans (1947–71)

Bei der Teilung Indiens (1947) kam der mehrheitlich muslimische Teil Bengalens an Pakistan und

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Unabhängigkeitsbewegung und indisch-pakistanischer Waffengang (1971)

Am 26.3.1971 proklamierte M. Rahman, der Führer der Awami-Liga, die unabhängige Republik Bangladesch. Mithilfe der Armee unterdrückte die pakistanische Zentralregierung diese

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»Volksrepublik« unter Mujibur Rahman (1971–75)

Nach der Kapitulation der pakistanischen Truppen (16.12.1971) trat im Januar 1972 der aus pakistanischer Haft entlassene M. Rahman als Premierminister an die Spitze

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Bangladesch unter Kriegsrechtsadministration und Präsidialherrschaft (1976–90)

Nach weiteren Militärputschen setzte sich General Zia ur-Rahman als maßgeblicher Politiker in Bangladesch durch. Seit 1976 »Oberster Kriegsrechtsadministrator« und seit 1977 zugleich Staatspräsident, leitete er,

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Rückkehr zum parlamentarischen System und Machtkampf zweier Politikerinnen (seit 1991)

Die Parlamentswahlen am 27.2.1991 gewann die BNP unter Führung von Khaleda Zia, die 1981 das politische Erbe ihres ermordeten Mannes Zia ur-Rahman angetreten hatte. Im März 1991 übernahm sie als erste Frau im islamischen Bangladesch das Amt des Premierministers. Nach einer Verfassungsänderung per Referendum im September 1991 (Ersetzung des Präsidialregimes durch ein parlamentarisches System) wurde im Oktober 1991 Abdur Rahman Biswas (* 1926, † 2017) zum Staatspräsidenten gewählt.

Die militärische Verfolgung von in Myanmar lebenden Muslimen (die ethnisch mit den Bengalen verwandten

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Kultur

In der kulturellen Entwicklung Bangladeschs spiegelt sich die lange Zugehörigkeit zum indischen Westbengalen wider. Die Kunst der Pala-Dynastie aus dem 8.–12. Jahrhundert markiert eine erste Blütezeit. Aus dieser Zeit stammt die buddhistische Klosteranlage von Paharpur. Mit der Islamisierung ab dem 13. Jahrhundert entstanden neue Bauwerke wie die Moschee von Bagherhat (15. Jahrhundert) und das Grabmal der Bibi Pari (17. Jahrhundert)

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Literatur

Khan, J., Bangladesh: political and literary reflections on a divided country
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Quellenangabe
Brockhaus, Bangladesch. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/bangladesch