Die klassische Utopie reagiert nicht nur auf die ihr von außen vorgegebenen Rahmenbedingungen; sie versucht diese zugleich durch Ausschöpfung ihrer Potenziale zu erweitern. Darüber hinaus ist der utopische Diskurs durch alternatives Denken und durch seine Lernfähigkeit geprägt. Zu Recht ist oft darauf hingewiesen worden, dass die autoritäre Sozialutopie in der Nachfolge von More und Campanella die Welt in ein riesiges Kloster verwandelt, das seiner antiindividualistischen Stoßrichtung auf allen Ebenen der Gesellschaft Geltung verschafft: Militärische Disziplin und rationalistische Planung reglementieren den

(80 von 638 Wörtern)
Möchten Sie Zugriff auf den vollständigen Artikelinhalt?

Quellenangabe
Brockhaus, Utopien als Lernprozesse. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/utopie/utopien-als-lernprozesse