Selbstverwirklichung, englisch Self-Realization [selfrɪəlaɪˈzeɪʃn], Self-Actualization [ˈselfæktʃʊəlaɪˈzeɪʃn], allgemein

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Elemente des Begriffsverständnisses

Anders als der Begriff der Selbstbestimmung, der den Akt der Wahl als Folge einer in der Vernunft begründeten Freiheitshandlung bezeichnet, richtet der Begriff der Selbstverwirklichung den Blick sowohl auf die individuellen Möglichkeiten als auch auf die verschiedenen Umstände einer solchen Umsetzung und bindet diese an einen biografischen

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Philosophiegeschichte

Problemgeschichtliche »Vorläufer« der Selbstverwirklichung sind insbesondere die Lehre vom »wahren Glück« (griechisch eudaimonia) und die Vorstellung einer innerweltlich möglichen Vervollkommnung des Menschen. Beide reichen in die griechische Antike zurück; sie stimmen darin überein, dass sie von einer vorgegebenen Bestimmung und Fähigkeit des Menschen ausgehen, sich in seinem Wissen, in seiner Selbststeuerung, in seinem Ausdruck, in den Werken von Kunst, Arbeit, Sprache, Technik und schließlich auch in seinen Beziehungen zu anderen Menschen sowie zu der Gemeinschaft, der er angehört, zu entfalten

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»Selbstverwirklichung« in der Psychologie

Eine zentrale Kategorie stellt Selbstverwirklichung in jenen psychologischen Positionen dar, die als humanistische Psychologie zusammengefasst werden (C. Bühler, A. H. Maslow u. a.). Ihre Gemeinsamkeit besteht weniger in einem einheitlichen theoretischen Fundament als in dem Ziel, die Vorherrschaft des deterministisch-mechanistischen Menschenbildes in der psychologischen Forschung zu korrigieren, indem sie den Menschen in seiner Würde und das individuelle Erleben sowie die damit verbundenen Entwicklungschancen in den Mittelpunkt

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Chancen und Grenzen der Selbstverwirklichung

Die verschiedenen Konzepte der Selbstverwirklichung gehen davon aus, dass der Mensch nicht schon durch die Tatsache seines Daseins das ist, was er sein kann; sein Selbst erst hervorzubringen, gehört vielmehr zu seiner existenziellen Grundbefindlichkeit. Demnach erfolgt Selbstbildung im Lebenslauf mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten in verschiedenen Lebensphasen und mit Neuorientierungen in Übergängen, wobei krisenhafte

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Werke

Weiterführende Literatur:

M. Theunissen: Selbstverwirklichung u. Allgemeinheit (1982);
Selbstverwirklichung: Chancen, Grenzen, Wege, hg. v. K. Hilpert (1987);
R. Muchembled: Die Erfindung des modernen Menschen (aus
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Quellenangabe
Brockhaus, Selbstverwirklichung. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/selbstverwirklichung