Tourismus [tu-; englisch tourism, zu tour »Ausflug«] der, -, im engeren Sinn

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Begriffsbestimmung

In Fachkreisen wird der Begriff Tourismus zumeist im weiteren Sinn verwendet. Dabei interessieren alle Phänomene, die mit vorübergehendem Ortswechsel von Personen zusammenhängen und mit mindestens einer Übernachtung verbunden sind (aber weniger als ein Jahr dauern). Insbesondere werden auch die für die Tourismuswirtschaft lukrativen Geschäftsreisen

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Geschichte

Der Drang zur Ortsveränderung existiert bereits seit Beginn der Menschheitsgeschichte. Die meisten historischen Reisen erfolgten jedoch nicht freiwillig, sondern aufgrund von Kriegen, Flucht, Suche nach Nahrung, Armut, Krankheiten, Handel beziehungsweise aus politischen und religiösen Gründen. Eine erste Urform des modernen Tourismus kann bereits in den frühen Hochkulturen festgestellt werden, in denen auch Reisen aus Neugierde (z. B. Herodot), Vergnügen (z. B. »Pyramidentourismus« im alten Ägypten) oder zur Erholung unternommen wurden. Im Mittelalter fanden vorwiegend zweckgerichtete Reisen statt, z. B. waren Kaiser und Könige

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Erklärungen der Einzelwissenschaften

Für die Analyse und Erklärung des Phänomens Tourismus hat sich bisher keine einheitliche Sichtweise durchgesetzt, vielmehr wird Tourismus aus dem Blickwinkel verschiedener wissenschaftlicher Einzeldisziplinen betrachtet. Auf der Basis der Systemtheorie wird er als »offenes«, »modulares« oder ganzheitliches Phänomen erklärt (Walter Freyer). Während die Wirtschaftswissenschaften seine ökonomischen Dimensionen (z. B. Angebot von und Nachfrage nach Tourismusprodukten, Beitrag des Tourismus zum Inlandsprodukt, Managementaufgaben von Tourismusbetrieben) analysieren, untersucht die Soziologie gesellschaftliche Aspekte wie Gruppenaktivitäten, Sozialordnungen, gesellschaftliche Werte (und deren Wandel), Organisationen, Bürokratie. Die Ökologie

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Wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte

Hinsichtlich der Bewertung und Entwicklung des Tourismus hat sich weitgehend der Aspekt der Nachhaltigkeit (nachhaltige Entwicklung) durchgesetzt, der v. a. in Bezug auf drei Teilbereiche gesehen wird: 1) Ökonomische Nachhaltigkeit bedeutet einen ertragreichen Tourismus für alle an der Tourismuswirtschaft Beteiligten, speziell bezogen auf Wertschöpfung und Arbeitsmarkt. Ökonomische Effekte sollen vorrangig für die betreffende Region und deren Bewohner erzielt werden. 2) Ökologische Nachhaltigkeit zielt auf Ressourcenschonung und minimale Belastung der entsprechenden Ökosysteme sowie Erhalt der natürlichen Umwelt auch für künftige Generationen. 3) Soziale oder soziokulturelle

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Zukunft des Tourismus

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden auch für den Tourismus entsprechende Zukunftsprognosen abgegeben. Die am häufigsten diskutierten Trends und Vorhersagen betrafen u. a. die Auswirkungen und Wechselwirkungen von Tourismus und Globalisierung (v. a. der weltweit

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Werke

Weiterführende Literatur:

Zur Sonne, zur Freiheit! Beiträge zur Tourismusgeschichte, hg. v. H. Spode (1991);
Tourismuspsychologie u. Tourismussoziologie. Ein Handbuch zur Tourismuswissenschaft, hg. v.
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Quellenangabe
Brockhaus, Tourismus. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/tourismus