Realismus der, -, Philosophie: 1) Bezeichnung für die in der mittelalterlichen Philosophie dem Nominalismus (u. a. Roscelin von Compiègne, Abaelard) und Konzeptualismus (v. a. W. von Ockham, vorbereitend wirkte z. B. Petrus Aureoli) entgegengesetzte Position im Universalienstreit. Die Vertreter des Realismus behaupteten, dass Allgemeinbegriffe (Universalien) wie z. B. die Schönheit, die Röte, das Gute eine von Erkenntnis, Bewusstsein und Sinneswahrnehmung unabhängige, externe Realität bezeichnen und nicht lediglich bloße Worte sind (z. B. Thomas von Aquino, Wilhelm von Champeaux, Bernhard von Chartres, Johannes Scotus Eriugena, J. Duns Scotus). Zur Diskussion

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Quellenangabe
Brockhaus, Realismus (Philosophie). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/realismus-philosophie