Kenia, amtlich Suaheli Jamhuri ya Kenya, englisch Republic of Kenya [r

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Landesporträt

Kenia ist eine präsidiale Republik in Ostafrika mit der ausufernden Millionenmetropole Nairobi als Hauptstadt. Starke Gegensätze prägen das Land, das vom trockenheißen Küstenstreifen am Indischen Ozean bis zu vergletscherten Vulkanmassiven im östlichen

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Geografie

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Landschaft

Kenia grenzt im Norden an Südsudan und Äthiopien, im Osten an Somalia und den Indischen Ozean, im Süden an Tansania und im Westen an Uganda. Das beiderseits des Äquators gelegene Land erstreckt sich vom Indischen Ozean

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Klima

Das Klima ist infolge der äquatorialen Lage heiß; landeinwärts mildern sich

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Vegetation und Tierwelt

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Wasserstelle im Tsavo-Nationalpark

Gras- und Buschsavannen prägen den Ostteil des Tsavo-Nationalparks. Wasserstellen sind eher rar gesät.

Kenias Vegetation ist außergewöhnlich vielfältig. Im Hochland wächst laubabwerfender Feuchtwald, in den nebelträchtigen höheren Lagen immergrüner Nebelwald (unterer Teil gerodet) mit einem

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Kenia ist ein Vielvölkerstaat mit etwa 40 Ethnien, die sich sprachlich und kulturell stark voneinander unterscheiden. Hauptgruppen sind die bantusprachigen Völker, darunter Kikuyu (17 %), Luhya (14 %), Kamba (10 %), Meru (4 %) und Kisii (6 %). Suaheli, eine mit zahlreichen arabischen Lehnwörtern durchsetzte Bantusprache, ist seit 1974

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Religion

Die Verfassung garantiert die Religionsfreiheit. Alle Religionsgemeinschaften sind rechtlich gleichgestellt. Die Angaben über die Religionszugehörigkeit schwanken stark. Den letztverfügbaren offiziellen Daten aus dem Zensus von

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Politik und Recht

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Politik

Gemäß der am 4. 8. 2010 in einem Referendum bestätigten und am 27. 8. 2010 verkündeten Verfassung ist Kenia eine Republik mit Mehrparteiensystem. Staatsoberhaupt und Regierungschef ist der für maximal zwei Amtszeiten von fünf Jahren direkt gewählte Präsident (seit

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge basiert auf der Parteiflagge der KANU. Sie ist horizontal schwarz-rot-grün gestreift, der rote Streifen erhielt eine Einfassung aus zwei weißen Streifen, um die Nationalflagge von

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Parteien

Nach Einführung des Mehrparteiensystems (1991) entstand ein breit gefächertes Parteienspektrum, das von starken Veränderungen

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Gewerkschaften

Dachverband ist die Central Organization of Trade Unions (COTU). Allerdings ist

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Militär

Die Gesamtstärke der Berufsarmee beträgt 24 000, die der paramilitärischen Polizeikräfte 5 000

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Verwaltung

Nach der Verfassung von 2010 ist Kenia in 47 Bezirke (Counties)

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Recht

Das Rechtwesen ist stark vom englischen Common Law beeinflusst, daneben gelten

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Bildungswesen

Es besteht allgemeine Schulpflicht vom 6. bis zum 14. Lebensjahr. Seit Anfang

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Medien

Die Pressefreiheit wird gewährleistet, doch steht die Berichterstattung infolge von innenpolitischen Konflikten und mediengesetzlichen Sanktionen unter Druck. Kenia ist der wichtigste Medienstandort Zentral- und

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Die Grundlage der kenianischen Wirtschaft ist die exportorientierte Landwirtschaft und der Tourismus. Zwar gehört Kenia zu den Einwicklungsländern mit niedrigem Einkommen, doch ist es innerhalb der Region die leistungsfähigste Volkswirtschaft. Nach Erlangung der Unabhängigkeit galt

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Landwirtschaft

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Markttreiben in Limuru

Markt in Limuru, einer Kleinstadt nahe Nairobi. Eines der Hauptanbauprodukte des Landes sind Bananen.

Die Landwirtschaft bildet die Existenzgrundlage für

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Bodenschätze

Kenia besitzt geringe Vorkommen an Gold, Silber, Baryt, Titanium, Edelsteinen, Granit,

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Industrie

Kenia besitzt die vielseitigste und leistungsfähigste Industrie Ostafrikas. Wichtigster Zweig des

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Tourismus

Der Tourismus ist einer der wichtigsten Devisenbringer Kenias. Jedes Jahr kommen über 1,2 Mio. Auslandsgäste. Hauptanziehungspunkte sind die Nationalparks Kenias, die touristisch sehr gut erschlossen sind. Hier finden

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Verkehr

Mit Ausnahme der nördlichen Landesteile ist Kenia verkehrsmäßig relativ gut erschlossen. Kernstück des Eisenbahnnetzes ist die Ugandabahn, die in

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Geschichte

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Frühe Besiedlung

Vor 2 bis 4 Millionen Jahren lebten die ersten Vorfahren des Menschen in Ostafrika; aus der Zeit von vor 200 000 Jahren

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Kolonialzeit

Ab 1848/49 begann die Erforschung des Landesinneren durch Europäer. 1890 einigten sich Deutschland und Großbritannien über ihre Interessensphären in Ostafrika: Deutschland beschränkte sich auf Tanganjika mit Ruanda und Urundi, Großbritannien erhielt Kenia und Uganda (»Helgoland-Sansibar-Vertrag«). Die 1887 gegründete Imperial British East Africa Company besetzte ganz Kenia, um den Zugang nach Uganda zu sichern.

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Mächtige Staatspräsidenten

Kenyatta sicherte seiner Partei die innenpolitische Vorherrschaft und etablierte in der Folgezeit ein Einparteiensystem (de facto 1967, de jure 1982). Infolge der Afrikanisierungspolitik der Regierung verließen viele Europäer und Asiaten das Land. Wirtschaftlich verfolgte Kenia einen strikt kapitalistischen Kurs. 1967 wurde mit Tansania und Uganda die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) gebildet.

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Stammesegoismus und offene Machtkämpfe

Im August 2007 kündigte Kibaki seine erneute Kandidatur für das Präsidentenamt an, dabei unterstützt von dem früheren Präsidenten D. T. arap Moi, gegen dessen Regime er 2002 mit einer Antikorruptionskampagne die Wahlen gewonnen hatte. Das damals siegreiche Bündnis NARC war allerdings zerstritten. Kibaki, ein Angehöriger der Kikuyu, trat nun als Kandidat einer neuen Koalition an, der Party of National Unity (PNU), die ein Programm des wirtschaftlichen Aufschwungs vertrat. Im Wahlkampf vor den Präsidentschaftswahlen verschärften sich die innenpolitischen Konflikte. Kibaki löste am

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Kultur

Das Aufeinandertreffen der Ackerbau treibenden Bantuvölker mit den Hirtenvölkern der Niloten und Kuschiten hat ein stark differenziertes Kulturleben hervorgebracht, zumal da sich die Kenianer in ihrem Denken häufig eher an ihrer Stammeszugehörigkeit ausrichten als an ihrer Nationalität. Die kulturellen Gegensätze zwischen Stadt und Land

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Literatur

Eberth, A., Kaiser, A. (Hrsg.), Ostafrika: Kenia, Tansania, Uganda, Ruanda, Burundi (Darmstadt 2017
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Quellenangabe
Brockhaus, Kenia. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/kenia-20