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Vor- und Frühgeschichte

Die Anwesenheit von Menschen im westlichen Randgebirge Irans (Zagrosgebirge) ist seit der mittleren Altsteinzeit (etwa 50 000 v. Chr.) bezeugt. Die als Baradostien und Zarzien bezeichneten Stufen der Werkzeugbearbeitung gehen auf Jäger und Sammler der jüngeren Altsteinzeit zurück

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Die Reichsbildungen der Antike

Die lockere Stammesföderation der Meder schloss sich unter Kyaxares II. zusammen und zerstörte – zusammen mit den Babyloniern unter Nabopolassar – das Assyrerreich (bis 612 v. Chr.). Um 550 v. Chr. wurden die Meder unter ihrem Anführer Astyages von Kyros II., dem Großen (559–530 v. Chr.), König von Anschan (Persis) aus dem Geschlecht der Teispiden, besiegt.

Mit dem Sieg über den Lyderkönig Krösus

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Mittelalter

Das Auftreten der muslimischen Araber bedeutete für die Geschichte Irans einen tief greifenden Wendepunkt. Der Beginn der islamischen Periode brachte dem Land vor allem einen neuen kulturellen Aufschwung. Der Islam löste allmählich den Zoroastrismus ab; trotz Einführung der arabischen Schrift und Übernahme zahlreicher arabischer Fremdwörter ins Persische pflegten die Iranier die Eigenständigkeit ihrer Sprache und Traditionen und beeinflussten wiederum das islamische Leben, obwohl das Arabische jahrhundertelang Verwaltungssprache blieb. Persische Literatur und Wissenschaft gelangten zu neuer Blüte. Die Besteuerung der Nichtmuslime

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Neuere Zeit bis 1921

Im 15. Jahrhundert verschmolz Iran politisch, religiös und national zu einer Einheit, auch wenn der Osten des Landes zunehmend türkische und lokale Elemente aufnahm und Verfechter sunnitischer Orthodoxie blieb. Der kulturelle Schwerpunkt verlagerte sich indes nach Westiran. Die Stadtbevölkerung neigte dort mehr zur Anpassung an die herrschenden Schichten, und so formte sich unter der Dynastie der Safawiden (1501–1722) langsam ein persischer Nationalcharakter. Obwohl türkischer Abstammung, konnte der aus Aserbaidschan stammende Begründer der Safawiden, Ismail I. (1501–24), Westiran, Armenien und Mesopotamien einnehmen

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Iran unter Resa

Nach einem Staatsstreich (22. 2. 1921) übernahm Resa (eigentlich Resa Khan) mithilfe einer Kosakenbrigade die Macht in Teheran. Als Kriegsminister unterwarf er an der Spitze neu gebildeter Heereseinheiten 1921–23 die fast unabhängigen Machthaber in den Provinzen. Als Premierminister (1923–25)

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Die Herrschaft Mohammed Resas

Als Schah Mohammed Resa 1941 den Thron bestieg (Kaiserkrönung am 26. 10. 1967), wurde Iran in der Folgezeit faktisch von den Besatzungsmächten abhängig. Während die britischen und amerikanischen Truppen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 ihre Positionen in Iran räumten, suchte die UdSSR, militärisch gestützt auf ihre Truppen, politisch auf die (kommunistische) Tudeh-Partei, die iranischen Teile Aserbaidschans aus dem Staatsverband Irans zu lösen. Nachdem ihr dies nicht gelungen war, zog sie sich ebenfalls

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Iran als Islamische Republik

Begleitet von Massendemonstrationen sympathisierender Teile der Bevölkerung, kehrte Khomeini am 1. 2. 1979 aus dem Exil nach Teheran zurück. Anstelle der noch von Schah Mohammed Resa eingesetzten Regierung unter S. Bachtiar ernannte er M. Basargan zum Leiter einer provisorischen Regierung, die dem am 12. 2. gebildeten Revolutionsrat unterstellt wurde. Revolutionsgerichte, unterstützt von Volksmilizen, führten eine blutige »Säuberung« des Landes von Repräsentanten des abgesetzten kaiserlichen Regierungssystems in Verwaltung, Armee und Geheimdienst durch. Nach einer Volksabstimmung (30. 3. 1979) proklamierte Khomeini am 1. 4. die Islamische Republik. Mit

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/iran/geschichte