Germanen, Sammelname für verschiedene Völker und Stämme in Mitteleuropa und im

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Siedlungsraum und Entstehung

Der Name Germanen (lateinisch Germani) bezog sich ursprünglich auf eine Gruppe kleinerer Stämme im heutigen Belgien, die »Germani Cisrhenani« (später Tungrer), die von Osten über den Rhein eingewandert sein sollen; sie wurden erstmals von Poseidonios um 80 v. Chr., später von Caesar 57/53 v. Chr. genannt. Von Galliern und Römern wurde dieser Name ohne Unterschied auf sämtliche rechtsrheinische Völkerschaften übertragen. Die Germanen selbst kannten keine für ihre Gesamtheit geltende einheimische Bezeichnung. Nach Tacitus gab es drei germanische Stammesgruppen: Ingwäonen, Herminonen und Istwäonen

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Siedlung und Hausbau

Die Germanen wohnten meist in flussnahen Dörfern, Weilern oder Einzelhöfen, die teilweise befestigt waren. Die langrechteckigen Wohn-Stall-Häuser (4–7 m breit, 10–30 m lang), die besonders im

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Wirtschaftliche Grundlagen

Die germanische Landwirtschaft war eine Kombination von Ackerbau und Viehzucht, wobei der Getreideanbau im Laufe der Jahrhunderte zunahm. Angebaut wurden besonders Weizen und Gerste, seltener Hafer, Roggen, Hirse, Flachs, Erbsen, Bohnen

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Gesellschaft und Recht

Die Auswertung archäologischer Grab- und Siedlungsfunde erlaubt, eine stärkere soziale Gliederung bereits im letzten Jahrhundert v. Chr. festzustellen. Doch erst der direkte Kontakt mit der höher entwickelten römischen Welt (seit Christi Geburt) führte zu größeren Differenzierungen im Gesellschaftsaufbau (reiche, separierte Gräber vom Typ Lübsow im

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Geschichte

Erstmals berichtete über germanische Stämme an der Nordseeküste Pytheas von Massalia (2. Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr.), doch erst Poseidonios unterschied im 1. Jahrhundert v. Chr. Germanen von Kelten und Skythen. Im 3. Jahrhundert v. Chr. drangen Bastarnen aus Mitteleuropa an die Schwarzmeerküste vor, während andere frühgermanische Stämme Mitteldeutschlands in Böhmen siedelten. Große Unruhe in der Mittelmeerwelt rief der (möglicherweise durch die Auswirkungen einer Sturmflut in Nordwestjütland und auf den Nordfriesischen Inseln oder durch die Auszehrung der heimischen Böden verursachte) Vorstoß der Kimbern, Teutonen und Ambronen

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Literatur

Ludwig Schmidt, Geschichte der deutschen Stämme bis zum Ausgang der Völkerwanderung, 4 Bde. (21938–42; Nachdruck 1969–70
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Quellenangabe
Brockhaus, Germanen. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/germanen-20