Im Spätherbst 1989 war es sowohl in der Politik als auch in der deutschen Publizistik fast selbstverständlich, von einer

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Das Ende der DDR: Revolution oder »Wende«?

Trotz aller Forschungsfortschritte sind heute, aus wissenschaftlicher Sicht, unzureichende bis indiskutable Begriffe wie »Aufbruch«, »Umbruch«, »Zusammenbruch«, »Implosion«, »Umsturz«, »Kollaps der DDR« gebräuchlich. Im alltäglichen Sprachgebrauch dominiert der sozialwissenschaftlich nicht fassbare und auf den letzten Generalsekretär der SED, E. Krenz, zurückgehende Begriff »Wende« (Fernsehansprache vom 18. 10. 1989), der vielleicht gerade wegen seiner Beliebigkeit und Neutralität bleibend sein wird. Für die Unbeteiligten erfordert »Wende« kein weiteres Nachdenken, Altkommunisten

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Forschungskontroverse: Ein neuartiger Revolutionstyp?

Die methodische und definitorische Auseinandersetzung um zentrale Begriffe deutscher Zeitgeschichte, um Revolution und Konterrevolution, um Widerstand, Opposition, Dissidenz sowie um widerständiges Verhalten, ist noch nicht abgeschlossen. Oft wird die Meinung vertreten, es könne sich bei den Ereignissen 1989/90 in Ostdeutschland um keine Revolution handeln, da die DDR an innerem Systemversagen kollabiert sei. Außerdem wird betont, es könne nur von einem endogenen Zusammenbruch von Regime, System und Staat die

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Quellenangabe
Brockhaus, Systemwechsel durch Revolution: Begriffsvielfalt und Forschungsstand. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/friedliche-revolution/systemwechsel-durch-revolution-begriffsvielfalt-und-forschungsstand