Fernsehen, englisch Television [ˈtelɪvɪʒn], Abkürzung TV, die Aufnahme (gegebenenfalls Speicherung), drahtlose oder kabelgebundene Übertragung

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Technische Grundlagen

Grundprinzip: 1) Umwandlung der Helligkeitswerte, der Farbtöne und deren Sättigung (beim Farbfernsehen) innerhalb eines Bildfeldes in elektrische Signale; 2) Weiterleitung dieser Signale über Kabel (z. B. Verkehrsüberwachung, Kabelrundfunk), Ausstrahlung über terrestrische Fernsehsender zum allgemeinen Empfang oder über direktstrahlende Satelliten für den Empfang mit einer Satellitenempfangsanlage; 3) Rückwandlung der elektrischen Signale in entsprechende Helligkeits- oder Farbwerte. – Beim Schwarz-Weiß-Fernsehen wurde nur ein Helligkeitsauszug des Bildfeldes zur Signalumwandlung benötigt gegenüber drei Farbauszügen beim Farbfernsehen.

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Fernsehen

In Deutschland besitzen über 95 Prozent der Haushalte mindestens ein Fernsehgerät.

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Farbfernsehen

Jede Farbe ist durch Mischung der drei den maximalen Farbreizempfindlichkeiten der Netzhautzapfen entsprechenden Grundfarben Rot (R), Grün (G) und Blau (B) gemäß der Farbgleichung darstellbar. Die Umformung des von B über G nach R (Magenta) verlaufenden Spektralfarbenzugs (Farbtafel) zusammen mit der Purpurlinie R nach B zu einem Farbkreis oder einer »Farbuhr« erlaubt die Zuordnung von Farbsättigung und Farbton zu zwei voneinander unabhängigen Größen, z. B. Betrag und Phase einer Schwingung. Hierauf beruhen die analogen Farbfernsehübertragungssysteme NTSC, PAL und SECAM.

Grundprinzip des

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Organisation

Technisch und publizistisch ist das Fernsehen (Fernsehrundfunk) eine Weiterentwicklung des Hörfunks (Tonrundfunk; Rundfunk). Es wurde gewöhnlich in Verbindung mit Einrichtungen des Hörfunks organisiert, entweder staatlich, öffentlich-rechtlich oder privatwirtschaftlich, häufig in Mischformen von öffentlicher und privater Trägerschaft.

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Rechtliches

Die rechtliche Stellung des Fernsehens wird in Deutschland wie die der Presse durch die aus dem Grundgesetz abgeleiteten Grundsätze der Kommunikationsfreiheit (Pressefreiheit) bestimmt. Die für die Pressemedien bestehenden Rechte und Pflichten

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Programme

In Deutschland konnten 2012 nach einer Zählung der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten 421 private und 23 öffentlich-rechtliche Programme empfangen werden. Von den insgesamt 444 Programmen gehören 77 zum Bereich des Pay-TV; von den Free-TV-Programmen werden weniger als 20 % bundesweit ausgestrahlt, der große Rest wird regional oder lokal verbreitet. Rund 18 Mio. (47,9 %) der insgesamt 38 Mio. Fernsehhaushalte in Deutschland verfügten 2012 über einen Kabelanschluss, rd. 17,3 Mio. (45,6 %) über Satellitenempfang, 4,2 Mio. (11 %) Haushalte empfingen Fernsehen ausschließlich oder zusätzlich über die digital-terrestrische

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Nutzung

Daten zur Mediennutzung erhebt seit 1985 regelmäßig die Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (GfK) im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF), der neben den öffentlich-rechtlichen auch die großen

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Auswirkungen

Die Frage der Fernsehwirkungen wird auf unterschiedlichen Ebenen und zum Teil kontrovers diskutiert. Unterschieden wird zwischen allgemeinen und konkreten Fernsehwirkungen, zwischen solchen auf das Individuum und solchen auf die Gesellschaft, zwischen unmittelbaren Reaktionen auf bestimmte Fernsehprogramme und langfristigen Wirkungen des Fernsehkonsums; von Interesse sind sowohl die Zeitbindungsfunktion des

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Geschichtliches

Auf die Notwendigkeit, elektrisch zu übertragende Bilder punkt- und zeilenweise abzutasten, wies schon 1843 Alexander Bain (* 1810, † 1877) hin. Eine Lösung fand 1884 Paul Nipkow (* 1860, † 1940) mit dem ersten brauchbaren mechanischen Bildfeldzerleger (Nipkow-Scheibe), dessen Leistungsfähigkeit sich jedoch als zu gering erwies, da geeignete Verstärker fehlten. 1906 führte M. Dieckmann eine braunsche Röhre für 20-zeilige Schattenbilder ein. Aber erst nach Einführung des Röhrenverstärkers konnte D. von Mihály 1919 mithilfe eines oszillografischen Bildfeldzerlegers einfache Bilder über mehrere Kilometer übertragen. Ähnliches gelang 1925 Dieckmann

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Werke

Weiterführende Literatur:

E. Reiss: »Wir senden Frohsinn«. Fernsehen unterm Faschismus (1979);
H. Buddemeier: Illusion u. Manipulation. Die Wirkung v.
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Quellenangabe
Brockhaus, Fernsehen. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/fernsehen-20