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Die Literatur der Weimarer Republik

Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs zeigte sich bald, dass alle visionären Modelle der praktischen oder geistigen Weltveränderung aussichtslos waren. Die Schriftsteller sahen sich in der Weimarer Republik größter wirtschaftlicher Unsicherheit ausgesetzt, ihre Rolle beim Umbruch der Gesellschaft wie auch das Ansehen moderner Literatur waren gering.

In den ersten Jahren der Weimarer Republik erloschen die schöpferischen Impulse des Expressionismus. In der Lyrik markierte die Anthologie »Menschheitsdämmerung« (1920) von K. Pinthus einen Endpunkt; in der Dramatik, die nach 1918 durch G. KaiserE. Toller

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Die Literatur unter dem Nationalsozialismus

Bereits in der Weimarer Republik bestand die »völkische« Literatur neben der an der modernen Industriewelt und an internationalen Entwicklungen orientierten Literatur weiter. O. Spenglers »Untergang des Abendlandes« (2 Bände, 1918–22) lieferte die geschichtsphilosophische Theorie für eine fortschrittsfeindliche Werteskala, die die Großstadt (besonders Berlin), die Industrialisierung und jede kosmopolitische Kultur ablehnte. Diese antimoderne Literatur propagierte die Überlegenheit der »deutschen Rasse« (auch durch entsprechende Aufbereitung der Geschichte), eine mystische Bindung an »Blut und Boden« und ein antidemokratisches Gesellschaftsmodell. In den 1920er-Jahren schrieben in diesem

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Quellenangabe
Brockhaus, Vom Ende des Ersten Weltkriegs bis 1945. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/deutsche-literatur/vom-ende-des-ersten-weltkriegs-bis-1945