Denken [ursprünglich »empfinden«, »kennen«, »wissen«, »denken«, verwandt mit danken und dünken], psychischer Vorgang, umfasst das vorsätzliche Bemühen und den psychischen Prozess, Gegenstände zu finden, zu erfassen,

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Denken als psychischer Prozess

Zum Denken gehören mindestens vier Hauptfunktionen: Repräsentation (Vergegenwärtigung), Begriffsbildung, Kombination und Operation. Als psychischer Prozess setzt Denken die Repräsentation der Wahrnehmungen und Informationen als Denkgegenstand oder -inhalt voraus. Hinsichtlich Beschaffenheit und Leistungsfähigkeit lassen sich drei Klassifikationsmuster unterscheiden, für die phylo- und ontogenetisch eine hierarchische Stufenfolge feststellbar ist: Auf der untersten Stufe der Repräsentation erfolgt die sensomotorische Speicherung von situationsbezogenen Handlungsmustern (Korrelation von Wahrnehmung und motorischer Aktivität im Umgang mit den Dingen). Durch Übertragung (Verallgemeinerung) solcher Handlungsmuster auf neue Situationen oder

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Denken und Sprache

Über das Verhältnis von Denken und Sprache sind unterschiedliche philosophische, psychologische und linguistische Theorien entwickelt worden.

In Abhebung von der streng sprachinstrumentalistischen Position (Denken erfolgt unabhängig von der

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Psychologie des Denkens

Hauptrichtungen der Psychologie des Denkens, die in ihren Forschungen an philosophischen Untersuchungen zum menschlichen Denken (I. Kant, englischer Empirismus, J. S. Mill, Assoziation, Assoziationspsychologie) anknüpfte, waren 1) die um 1900 von O. Külpe begründete Würzburger Schule der Psychologie. Ihre Arbeiten wiesen u. a. nach, dass Denken

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Philosophie

In der Philosophie werden statt des eher allgemeinen Begriffs Denken bevorzugt solche Termini verwendet, die gezielt eng umgrenzte Aspekte der Denkfähigkeit oder -tätigkeit ansprechen, z. B. Bewusstsein, Geist, Intellekt, Logos, Noesis, Nus, Ratio, Selbstbewusstsein, Vernunft, Verstand.

Seit der frühen Neuzeit werden die Fähigkeiten und Leistungen des

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Werke

Weiterführende Literatur:

M. Blondel: Das Denken, 2 Bde. (aus dem Französischen, 1953–56);
M. Wertheimer: Produktives Denken (aus dem Englischen, 21964);
H. Stachowiak: Denken u. Erkennen im kybernetischen Modell (Wien 21969; Nachdruck 1975);
G. Klaus: Kybernetik u. Erkenntnistheorie (51972);
D. Dörner: Die kognitive Organisation beim Problemlösen. Versuche zu einer kybernetischen Theorie der elementaren Informationsverarbeitungsprozesse beim Denken (Bern
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Quellenangabe
Brockhaus, Denken. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/denken