Wahrnehmung [althochdeutsch wara neman, eigentlich »einer Sache Aufmerksamkeit schenken«], ein psychophysischer

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Psychologie

Wahrnehmungskonzepte: Beim naiven Wahrnehmungskonzept wird angenommen, dass Wahrnehmen ein passives Hinnehmen der Reize an den Sinnesorganen ist, wobei sich die »richtige« Repräsentation der Umwelt beim Beobachter automatisch und zweifelsfrei ergibt. Dieser Sicht widersprechen u. a. das Vorkommen von Wahrnehmungstäuschungen sowie Einflüsse von Erwartungen und Handlungsabsichten auf die Wahrnehmung. Außerdem erklärt dieses Konzept nicht, wie die Repräsentation zustande kommt und nach welchen Kriterien sie als richtig gilt. Nach heutiger Sicht ist Wahrnehmung ein aktiver Konstruktionsprozess, bei dem mithilfe von Gestaltprinzipien (Gestaltgesetze) und

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Philosophie

In der Philosophie ist Wahrnehmung ein zentraler Begriff der Erkenntnistheorie. Unterschiedliche Momente der Wahrnehmung sind der Sinneseindruck (Perzeption) und bewusstes Erfassen (Apperzeption), die sinnliche Empfindung (als Materie der Wahrnehmung) und Vorstellung (z. B. Erinnerungsbilder an zuvor Wahrgenommenes). Erst auf der Basis von Empfindung – Wahrnehmung – Vorstellung können Gegenstände reflektiert und im Urteil rational bestimmt werden; ein Irrtum ist nicht der einer Wahrnehmung, sondern der eines Urteils. Wahrnehmung richtet sich sowohl auf konkrete Gegenstände via ihrer jeweiligen Gegebenheitsweise (Ansichten und Rücksichten, Blickwinkel, Ausschnitte,

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Werke

Weiterführende Literatur:

Handbook of perception and human performance, hg. v. K. R. Boff u. a., 2 Bde. (New York
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Quellenangabe
Brockhaus, Wahrnehmung. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/wahrnehmung