Seit Beginn der 1960er-Jahre stand das innenpolitische Leben des Landes ganz im Zeichen des Sprachenstreits. Er dominierte die Probleme der Regierungsbildung und verknüpfte sich oft mit ökonomischen und sozialen Fragen. Der wirtschaftliche Aufstieg der flämischen Region und die Krise der besonders in Wallonien ansässigen Kohle- und Stahlindustrie verschärften die Konflikte zwischen Flamen und Wallonen. Vor diesem Hintergrund konnten die sprachlich orientierten Parteien, v. a. die flämische Volksunie (gegründet 1954) und das wallonische Rassemblement Wallon (gegründet 1968; mit dem Rassemblement Populaire Wallon

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Quellenangabe
Brockhaus, Die Föderalisierung des Staates. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/belgien/geschichte/die-föderalisierung-des-staates