Angst [ursprünglich »Enge«, »Beklemmung«, urverwandt mit lateinisch angustus »eng«], meist quälender, stets beunruhigender

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Bedeutung und Funktion der Angst

Angst ist normalerweise ein Warnsignal und dient der Bereitstellung von Aufmerksamkeits- und Handlungspotenzialen mit einer Steigerung der Leistungsfähigkeit als Antwort auf eine Gefährdung (Realangst). Sie ist tief im Zentralnervensystem, verankert und ermöglichte überhaupt

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Erscheinungsformen der Angst

Unbegründete oder unangemessen heftige Angst ist Zeichen einer psychischen Störung (Angststörung), insbesondere dann, wenn die Betroffenen in ihrer Lebensqualität eingeschränkt werden und darunter leiden. Krankhafte Angst soll bei 5–10 % der Bevölkerung vorkommen, wobei Frauen mehr als doppelt so häufig betroffen sind. Angststörungen werden unterteilt in Agoraphobie, Panikstörung, einfache Phobie, soziale Phobie und generalisierte Angststörungen. Krankhafte Angst ist aber auch ein Symptom bei Krankheiten, die nicht zu den Angststörungen gezählt

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Psychische Ursachen der Angstkrankheit

Aus tiefenpsychologischer beziehungsweise psychoanalytischer Sicht wird neurotische Angst als Umsetzung oder Verwandlung unterdrückter, unbewusst gewordener aggressiver oder sexueller Fantasien und Impulse erklärt. Der von S. Freud konzipierten ersten Angsttheorie lag ein somatogenes Modell insofern zugrunde, als aufgestaute sexuelle Energien für das Entstehen von Angstsymptomen (»Angstneurosen« genannt) verantwortlich gemacht

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Biologische Grundlagen der Angst

Die biologischen Ursachen krankhafter Angst liegen (möglicherweise aufgrund einer erblichen Prädisposition) im Bereich neuronaler, endokriner und metabolischer Fehlfunktionen. Im Nervensystem spielt das limbische System

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Behandlung krankhafter Angst

Für die Behandlung krankhafter Angst stehen Arzneimittel zur Verfügung, die das Erregungsniveau im Zentralnervensystem reduzieren (z. B. Benzodiazepine, Antidepressiva und Neuroleptika) und damit auf bestimmte Angst- und Spannungszustände dämpfend wirken. Dies gilt insbesondere

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Angst aus theologischer und philosophischer Sicht

In den Offenbarungsreligionen erscheint Angst als Ausdruck von Leere und Sinnlosigkeit des diesseitigen Lebens wie auch vor dem Tod, die im Glauben an Erlösung, Weiterleben und Auferstehung überwunden werden kann. Daoismus und teils auch Buddhismus streben eine Transzendierung von

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Werke

Weiterführende Literatur:

R. Schwarzer: Streß, Angst u. Handlungsregulation (42000);
M. Heidegger: Sein
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Quellenangabe
Brockhaus, Angst. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/angst