Türkei, türkisch Türkiye, amtlich türkisch Türkiye Cumhuriyeti [dʒʊm-], deutsch Republik Türkei,

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Staat und Recht

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Verfassung

Die am 7. 11. 1982 durch Volksabstimmung angenommene Verfassung (mehrfach revidiert) bezeichnete die Türkei als parlamentarische Republik und fixierte Gewaltenteilung sowie Grundrechte und -pflichten. In einem

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Recht

Aufsichtsorgan über die Justiz ist der Hohe Rat der Richter und Staatsanwälte. Der Rat besteht aus 13 Mitgliedern (6 vom Präsidenten ernannt, 7 vom Parlament gewählt).

Der Aufbau der ordentlichen Gerichtsbarkeit ist seit 2005 dreistufig. Erstinstanzliche Gerichte sind Friedens- und Amtsgerichte für Zivil- und Strafsachen sowie

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Flagge und Wappen

Die Nationalflagge wurde bereits 1793 geschaffen und am 29. 10. 1923 von

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Nationalfeiertag

Der 29. 10. (»Tag der Republik«) erinnert an die Ausrufung der Republik

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Verwaltung

Es bestehen 81 Provinzen (İl), davon sind 30 Metropolregionen (Büyükşehir Belediyesi),

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Parteien

Seit 1983 existiert ein durch zahlreiche politische Auflagen reguliertes Mehrparteiensystem. Bei

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Gewerkschaften

Türkischen Gewerkschaften ist politische Betätigung untersagt. Anerkennung, Tarif-, Streik- und Demonstrationsrecht sind

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Bildungswesen

Das säkulare Bildungswesen der Türkei orientiert sich an westlichen Vorbildern. Wegweisend waren die Einführung der lateinischen Schrift (1928) anstelle der arabischen und

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Medien

Trotz verfassungsmäßiger Verankerung ist die Pressefreiheit eingeschränkt und Journalisten sind immer wieder Repressionen ausgesetzt. Insbesondere kurdischsprachige Medien stehen unter Druck, obwohl Gesetzesänderungen zur Erfüllung der Beitrittskriterien zur EU (z. B. Lizenzierung von Fernsehprogrammen in nicht türkischer Sprache) erfolgt sind. Die Medienkonzentration ist in der Türkei weit fortgeschritten,

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Streitkräfte

Die Gesamtstärke der Wehrpflichtarmee (Dauer des Grundwehrdienstes 15 Monate) beträgt etwa 510 000, die

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Landesnatur

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Landschaft

Außer einem kleinen Anteil an Europa (Türkisch-Thrakien) umfasst die Türkei die Halbinsel Kleinasien und reicht im Osten bis zum Ararathochland. Sie gehört (mit Ausnahme eines kleinen Teils des obermesopotamischen Tafellandes in Südostanatolien) zum eurasiatischen Kettengebirgsgürtel. 

Das von Gebirgen umschlossene Hochland Inneranatoliens

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Klima

Die Türkei liegt im Bereich des Mittelmeerklimas mit insgesamt milden, feuchten Wintern und trockenen, heißen Sommern (zwischen submediterran und subtropisch-mediterran). Bedingt durch Höhenlage, Lage innerhalb der Zirkulation der Atmosphäre und Relief wird das Klima in

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Vegetation

Das Klima bestimmt weitgehend die Vegetation. Der Wald bedeckt rd. 15 % der Fläche, ist durch

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Bevölkerung und Religion

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Bevölkerung

Etwa 75 % der Bevölkerung sind Türken. Die bis zum Ersten Weltkrieg sehr starken christlichen Minderheiten sind heute unbedeutend (Griechen etwa 18 000, Armenier etwa 68 000; beide Gruppen leben vorwiegend in Istanbul). Die Kurden in der Türkei (etwa 18 % der Gesamtbevölkerung) sind offiziell nicht als nationale Minderheit anerkannt. Ihre Zahl

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Religion

Die Verfassung (Artikel 2) bestimmt die Türkei als laizistischen Staat; Artikel 24 garantiert die Religionsfreiheit, räumt allen Staatsbürgern unabhängig von ihrem religiösen Bekenntnis die gleichen Rechte ein und unterstellt die Tätigkeit der Religionsgemeinschaften der staatlichen Kontrolle.

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Wirtschaft und Verkehr

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Wirtschaft

Die türkische Wirtschaft ist geprägt durch ein starkes Gefälle zwischen dem industriell entwickelten Westen und dem strukturschwachen, vor allem agrarisch ausgerichteten Osten sowie auch in Westanatolien zwischen städtischen Zentren

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Landwirtschaft

Obwohl der Anteil des Agrarsektors am BIP von (1980) 23 % auf (2016) 7,0 % sank, kommt diesem Wirtschaftsbereich eine vergleichsweise hohe Bedeutung zu; 2016 waren immer noch 19,5 % der Erwerbstätigen in diesem Bereich beschäftigt. Mit 38,2 Mio. ha

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Forstwirtschaft

Die Waldfläche umfasst 11,9 Mio. ha und befindet sich vorwiegend in

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Fischerei

Das vor allem aufgrund der langen Küsten große Fischfangpotenzial wird nur

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Bodenschätze

Die Türkei verfügt über eine Reihe verschiedener Bodenschätze und gehört zu

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Energiewirtschaft

Bedeutendster Energieträger ist das größtenteils aus Russland und Iran importierte Erdgas

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Industrie

Seit den 1960er-Jahren hat die Industrialisierung bedeutende Fortschritte gemacht, so dass der verarbeitende Sektor (BIP-Anteil 2016: 32 %;

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Dienstleistungssektor

Der Anteil des Dienstleistungssektors am BIP (2016: 61 %) hat sich in

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Tourismus

Der Tourismussektor ist einer der dynamischsten Wirtschaftszweige und wichtiger Devisenbringer. 2015 betrugen die Einnahmen aus dem Tourismus 25,4 Mrd. US-$. Die Anzahl der ausländischen Gäste lag bei 41,6 Mio. Die

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Außenwirtschaft

Das Außenhandelsvolumen ist seit den 1980er-Jahren stark angestiegen, die Handelsbilanz seit 1970 allerdings durchweg negativ (Einfuhrwert

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Verkehr

Die verkehrsräumlichen Bedingungen der Türkei werden bestimmt durch eine verstreut lebende Bevölkerung, große Distanzen zwischen den Wirtschaftsräumen, eine lange Küstenlinie und die Lage zwischen Europa und

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Geschichte

Zur Vorgeschichte und vorosmanischen Geschichte des Gebiets der asiatischen Türkei Kleinasien, Mittelmeerraum.

Von den Anfängen der Turkisierung Anatoliens bis zur Einnahme Konstantinopels (1071–1453): Ausgangspunkt der Turkisierung und Islamisierung des heutigen Staatsgebiets der Türkei wurde das Sultanat der anatolischen Seldschuken (Rumseldschuken) um Konya und Kayseri. Dieses entstand nach dem Einfall der Großseldschuken (Seldschuken) unter Sultan Alp Arslan in das bisher größtenteils byzantinische Kleinasien (Sieg bei Mantzikert über Kaiser Romanos IV. Diogenes, 1071). Im Gefolge der Seldschuken drängten türkische Nomaden, überwiegend Ogusen,

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Informationen zur türkischen Kultur

Informationen zur türkischen Kultur:

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Weitere Medien

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Türkei

Istanbul: Kuppel der Blauen Moschee

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Süleiman I., der Prächtige

Süleiman I., der Prächtige (1494-1566). Unter ihm als Sultan erreichte das Osmanische Reich seine größte Ausdehnung; er scheiterte lediglich 1529

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Quellenangabe
Brockhaus, Türkei. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/turkei