Slawen, Völker und Stämme, die eine der drei großen Sprachfamilien Europas

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Name

Der Name, ur- und altslawisch slověne, war ursprünglich Selbstbezeichnung und Name mehrerer Stämme (der späteren Slowenen, Slowaken, Slowinzen u. a.), der schließlich verallgemeinert wurde. Deutungen, die ihn mit slava »Ruhm« in Verbindung bringen,

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Ethnogenese

Über die genaue Eingrenzung der »Urheimat« der Slawen bestehen, vor allem hinsichtlich der Ost- und Westgrenze (östlich des Dnjepr, westlich der

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Ausbreitung

Anfang des 6. Jahrhunderts zogen slawische Stämme ins heutige Böhmen und Mähren und von dort über die Donau bis zum Plattensee, andere in das Gebiet der heutigen Slowakei und bis an die Donau, wieder andere drangen in die Walachei vor. Der Übergang über die Donau und die gegen Byzanz erzwungene »Landnahme«

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Mythologie und vorchristliche Religion

Über den vorchristlichen Götterglauben der Slawen, in dem sich offensichtlich der Glaube an Naturgottheiten mit einer Toten- und Ahnenverehrung verband, liegen nur vereinzelte Quellen (aus späterer Zeit und häufig von ausländischen Chronisten) vor; auch die archäologischen Funde sind spärlich. Manches lässt

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Gesellschaft, Recht und Wirtschaft

Als Grundlage der gesellschaftlichen Organisation werden für die urslawische Zeit die Familie und Sippe (rod) gesehen. Mehrere Sippen konnten sich zu einem Stamm (plemę) vereinigen, anfänglich wahrscheinlich

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Christianisierung

Die Bekehrung der Sorben, von Kaiser Otto I. unterstützt, war im 11./12. Jahrhundert abgeschlossen. Polen nahm unter Mieszko I. 966/967 das lateinische Christentum an (1000 Gründung des Erzbistums Gnesen). In Böhmen

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Kulturelle Entwicklung

Eine kulturell einheitliche »Welt der Slawen« hat es nie gegeben. Die unterschiedliche Entwicklung ist in hohem Maß geprägt

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Staatliche Entwicklung

Auch die staatliche Entwicklung verlief sehr unterschiedlich: Nur Russen, Polen, Tschechen, Bulgaren, Serben und Kroaten sowie ansatzweise Slowenen und Ukrainer

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Literatur

R. Trautmann, Die slawischen Völker u. Sprachen (Neuausgabe 1948)
W. Kowalenko (Hrsg.), Słownik starożytności słowianskich, 7 Bde.
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Quellenangabe
Brockhaus, Slawen. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/slawen