Seide [althochdeutsch sīda, von mittellateinisch seta, vielleicht von lateinisch saeta Serica »serisches Haar«

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Gewinnung

Von den länglichen, zum Teil etwas eingeschnürten Kokons (30–40 mm lang, 15–20 mm Durchmesser) des Maulbeerseidenspinners wird der Seidenfaden abgehaspelt. Ein Kokon ist aus etwa 3 000–4 000 m Faden aufgebaut; davon sind etwa 700–1 000 m der Mittelschicht abhaspelbar, da die äußere wirre Fadenschicht (Flockseide) sowie die innere Schicht keinen regelmäßigen Faden liefern. Für 1 kg Rohseide benötigt man ungefähr 7–9 kg getrocknete

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Eigenschaften

Der Kokonfaden besteht aus zwei elliptischen oder dreieckig abgerundeten Fibroinfäden, die von einer scheinbar gemeinsamen weißen, gelblichen bis goldgelben oder auch grünlichen Hülle aus Sericin

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Andere Seiden

Als Wildseide oder wilde Seide werden die Gespinste wild lebender, nur selten gezüchteter Schmetterlingsarten Asiens und Afrikas bezeichnet. Deren Kokons sind meist schlecht abhaspelbar,

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Wirtschaft

Wichtige Seidenproduzenten sind traditionell die ostasiatischen Staaten. Die Weltproduktion an Seide

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Kulturgeschichte

Die Gewinnung und Verarbeitung von Seide ist in China seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. nachzuweisen. Die Legende schreibt die Idee, das Gespinst der Seidenraupe zu verweben, der chinesischen Kaiserin Xi Longshi, der Frau des Kaisers Huangdi (um 2640 v. Chr.), zu. In der Zhoudynastie wurde Seide als Zahlungsmittel verwendet.

Von China aus verbreitete sich die Seide über Korea nach Japan; um 300 v. Chr. gab es Seidenkulturen auch

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Werke

Weiterführende Literatur:

Heinrich J. Schmidt: Alte Seidenstoffe (1958);
P. Thornton: Baroque and Rococo silks (London
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Quellenangabe
Brockhaus, Seide. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/seide-20