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Wikingerzeit und Reichsbildung

In Nordeuropa etablierten sich bereits in der Steinzeit nacheiszeitliche Jäger- und Fischerkulturen. In der Eisenzeit war der Süden des heutigen Schweden mit nordgermanischen Völkergruppen dicht besiedelt. Die unter dem Stammeskönigtum der Ynglinge geeinten Svear, deren älteste Sitze in Uppland und am Mälarsee lagen (Kult- und Herrscherstätten Altuppsala und Vendel; danach Bezeichnung des Zeitraums 550–800 n. Chr. als Vendelzeit), unterwarfen in der Zeit nach der Völkerwanderung zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert die Gauten (Götar) in Götaland. König Erich VII. Segersäll (»der Siegreiche«)

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Kalmarer Union

Als Erich XIII. (in Dänemark als Erich VII. und in Norwegen als Erich IV.) regierte er eigenmächtig mithilfe meist deutscher Vögte; die den Schweden zugesicherten Rechte wurden verletzt, hohe Steuern waren eine Folge seiner Kriege gegen Holstein und die

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Großmacht im Ostseeraum

Schweden hatte sich nicht nur gegenüber Dänemark, das von den Sundlandschaften und von Norwegen aus die schwedischen Grenzen bedrohte, zu sichern, sondern musste auch in Finnland der russischen Expansion entgegentreten und zudem versuchen, der erdrückenden Wirtschaftskraft Lübecks entgegenzuwirken. Zunächst festigte Schweden im Dreikronenkrieg gegen Dänemark, Polen und Lübeck (1563–70) seine politische und wirtschaftliche Selbstständigkeit und begann eine Politik der Expansion nach Osten: 1561 wurde Reval schwedisch, Eroberungen Johanns III. (1568–92)

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»Freiheitszeit«, Parlamentarisierung, Union mit Norwegen

Die Reichsstände setzten mit den »Regierungsformen« von 1719 und 1720 eine Verfassung durch, die ihnen fast ausschließlich die Regierung überließ. So wurde die Politik unter Friedrich I. (1720–51) aus dem Haus Hessen-Kassel und Adolf Friedrich (1751–71) aus dem Haus Holstein-Gottorp durch die rivalisierenden Parteien der »Hüte« (konservativ, nach Frankreich orientiert) und der »Mützen« (liberaler, nach Russland orientiert) bestimmt.

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Neutralität, Erster und Zweiter Weltkrieg

Unter Oskar II. kam es zu einer Annäherung an das Deutsche Reich und 1905 zur Auflösung der Union mit Norwegen. Gustav V. setzte die Außenpolitik seines Vaters fort. 1912 schlossen die drei skandinavischen Staaten Vereinbarungen über ihre Neutralität. Im Frühjahr 1914 verlangte eine umfangreiche Petitionsbewegung trotz der Neutralitätsgarantie eine Verstärkung von Heer und Flotte. Als der König diese,

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Wohlfahrtsstaat und EU-Beitritt

In den Nachkriegsjahren wurde Schweden zum Muster des modernen Wohlfahrtsstaates unter sozialdemokratischer Führung (Ministerpräsident 1946–69 Tage Erlander, 1969–76 und 1982–86 Olof Palme, 1986–91 Ingvar Carlsson); diese wurde erstmals 1976–82 durch bürgerliche Koalitionsregierungen unterbrochen (1976–78 und 1979–82 Thorbjörn Fälldin [Zentrumspartei], 1978/79 Ola Ullsten [* 1931, † 2018; Liberale Volkspartei]). Nach dem Tod Gustavs V. (1950) bestieg Gustav VI. Adolf den Thron, ihm folgte 1973

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Politikwechsel und neue Herausforderungen

Die Reichstagswahlen am 17.9.2006 gewann die bürgerliche »Allianz für Schweden« (insgesamt 48,2 % der Stimmen, 178 Mandate) unter Führung von Fredrik Reinfeldt (Gemäßigte Sammlungspartei), der am 5.10.2006 zum Ministerpräsidenten gewählt wurde und eine Vierparteienregierung (Gemäßigte Sammlungspartei, Zentrumspartei, Liberale Volkspartei, Christliche Demokraten) bildete.

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Fredrik Reinfeldt

Nach den schweren Störfällen im Sommer und Herbst 2006 blieben die Atommeiler des Vattenfall-Konzerns in den Schlagzeilen: Im Februar 2007 verbot die nationale Aufsichtsbehörde die Wiederinbetriebnahme des Kernreaktors Forsmark 2, nachdem weitere schwere Sicherheitsmängel festgestellt

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/schweden/geschichte