Trotz der restriktiven kulturpolitischen Maßnahmen der bolschewistischen Regierung wurde das literarische Leben Sowjetrusslands im ersten Jahrzehnt nach der Revolution durch die Existenz und die Rivalität verschiedener Richtungen und Gruppen geprägt.

Die zahlenmäßig größten und von der Partei trotz interner Differenzen am stärksten geförderten Gruppen verstanden sich als Abteilungen der proletarischen Literatur. Der »Proletkult« (1917–22) stützte sich auf das theoretische Konzept von A. A. Bogdanow und unternahm den Versuch, eine Kulturrevolution auf breitester Massenbasis zustande zu bringen. In den Gruppen »Kuznica« (Schmiede,

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Quellenangabe
Brockhaus, Die 1920er-Jahre. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/russische-literatur/das-20-jahrhundert/die-1920er-jahre