Am 25. 4. 1974 erfolgte durch die oppositionelle Offiziersgruppe Bewegung der Streitkräfte (Movimento das Forças Armadas, MFA) ein unblutiger Staatsstreich, der zum Sturz des Regimes führte (»Nelkenrevolution«). Unter General A. S. Ribeiro de Spínola formierte sich eine siebenköpfige Militärjunta, deren Ziel die Schaffung einer pluralistischen Demokratie und die Entkolonialisierung war. Politische Gefangene wurden freigelassen, die geheime Staatspolizei aufgelöst, die Neugründung von Parteien gefördert. Exilpolitiker kehrten zurück, so u. a. M. Soares und A. Barreinrinhas Cunhal. Die Überseeterritorien (außer Macau) wurden 1974–75 überstürzt in die Unabhängigkeit

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Quellenangabe
Brockhaus, Die dritte Republik. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/portugal/geschichte/die-dritte-republik