Die Malerei der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts war zunächst noch durch den Antwerpener Manierismus geprägt, der rasch durch den sogenannten Romanismus verdrängt wurde. Der Romanismus, durch die Italienreisen der Künstler und die italienische Druckgrafik zunehmend verbreitet, äußerte sich insbesondere in der Aneignung und Übertragung italienischer Formen und Motive, die häufig mit einheimischen Traditionen (z. B. der Landschaftsmalerei) verbunden wurden. Am Beginn dieser Entwicklung stehen der Mechelner Hofmaler J. Gossaert, genannt Mabuse, der lebensgroße mythologische Aktfiguren (Neptun und Amphitrite, 1516, Berlin, Gemäldegalerie) in

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Quellenangabe
Brockhaus, Malerei und Grafik. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/niederländische-kunst/neuzeit/malerei-und-grafik