NATO, Kurzwort für North Atlantic Treaty Organization [nɔːθ

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Mitglieder und Vertrag

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Mitgliedstaaten

Gründungsmitglieder sind Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal und die USA. Am 18. 2. 1952 wurde die Allianz um Griechenland und die Türkei erweitert. Nachdem die Gründung

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Nordatlantikvertrag

Der Nordatlantikvertrag (»NATO-Vertrag«, auch »Washingtoner Vertrag« genannt; insgesamt 14 Artikel) bekräftigt in der Präambel die Ziele und Grundsätze der UN-Satzung sowie den Wunsch, mit allen Völkern und Regierungen in Frieden zu leben. In Artikel 1 verpflichten sich die Unterzeichnerstaaten, bei Konflikten untereinander den friedlichen Ausgleich zu suchen. Artikel 2 legt die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit fest. Artikel 3

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Organisation

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Politische Organisation

Höchstes Beratungs-, Koordinierungs- und Entscheidungsgremium des Bündnisses ist der aus den Vertretern der Mitgliedstaaten bestehende Nordatlantikrat (North Atlantic Council, Abkürzung NAC), kurz NATO-Rat. Dieser kann in zwei Formen zusammentreten: Bei den zweimal jährlich stattfindenden Ministertagungen (Frühjahr und Herbst) ist jedes Land durch seinen Außenminister vertreten, gelegentlich finden auch Treffen der Staats- und Regierungschefs statt (sogenannte »NATO-Gipfel«). Zwischen den Ministertagungen wird die Funktionsfähigkeit des NATO-Rates durch die mindestens einmal wöchentlichen Tagungen der im Botschafterrang

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Militärische Organisation

Höchstes militärisches Gremium des Bündnisses ist der dem NATO-Rat untergeordnete Militärausschuss (Military Committee, Abkürzung MC). Er besteht aus den Stabschefs der Mitgliedsländer (für Deutschland der Generalinspekteur der Bundeswehr); Island kann einen zivilen Beamten entsenden. Der Vorsitzende des MC im Rang eines Viersternegenerals

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Andere Organisationen

Völlig unabhängig von der NATO, jedoch ein Bindeglied zwischen NATO und den jeweiligen Staaten

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Geschichte

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Die NATO in der Zeit des Kalten Krieges

Die Gründung der NATO 1949 erfolgte unter dem Eindruck des sich ausdehnenden kommunistischen Machtbereichs in Europa (1945–48). Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges sollte das Bündnis der als Bedrohung empfundenen militärischen Präsenz der Sowjetunion als Gegengewicht ein Streitkräftepotenzial im westlichen Europa entgegensetzen.

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Flagge der NATO. In der Flagge symbolisiert das blaue Tuch den Atlantik, die Kompassrose den Kurs auf den Frieden, der Kreis darum das gemeinsame Handeln der Mitglieder, und die vier Striche stehen für die vier Himmelsrichtungen.

Das militärische

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Entwicklung seit 1989

Bedingt durch den Umbruch in der Sowjetunion und die umwälzenden Veränderungen in den Staaten Mittel- und Osteuropas sowie den damit einhergehenden Zerfall des Warschauer Pakts verringerte sich die militärische Bedrohung für die

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Öffnung und Erweiterung der NATO

Neben den Veränderungen in Strategie und Streitkräftestruktur wurde seit 1990/91 die Frage einer sogenannten Osterweiterung der NATO besonders kontrovers diskutiert. In Ergänzung des im Dezember 1991 gegründeten Nordatlantischen Kooperationsrates (NACC) wurde als weiterer Schritt in Richtung einer sicherheitspolitischen Anbindung  vor allem der mittel- und osteuropäischen Staaten im Januar 1994 vom NATO-Rat das Konzept der Partnerschaft für den Frieden (Abkürzung PfP) verabschiedet. Es eröffnete allen übrigen KSZE-Teilnehmerstaaten die Kooperation mit der Allianz auf der Grundlage bilateraler Abkommen, beinhaltete jedoch keine Beistandspflicht.

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Von der Bündnisverteidigung zum weltweiten Einsatz

Auch nach dem Ende des Kalten Krieges und der Ost-West-Konfrontation blieb die NATO der kollektiven Verteidigung ihrer Mitglieder verpflichtet. Das bisherige Aufgabenspektrum jedoch ausweitend, orientierte sie sich in ihrem im April 1999 verabschiedeten neuen strategischen Konzept verstärkt auf Konfliktprävention, Krisenmanagement und militärische Krisenreaktion sowie Abwehr des Terrorismus, die Verhinderung der Weitergabe von Massenvernichtungswaffen sowie die Zusammenarbeit mit Nichtbündnismitgliedern. Dieses Engagement soll auf den euroatlantischen Raum beschränkt bleiben beziehungsweise einen Bezug zum Vertragsgebiet aufweisen sowie im Einklang mit dem Völkerrecht und

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Literatur

Das Nordatlantische Bündnis 1949–1956, hg. v. Klaus A. Maier u. N. Wiggershaus (1993);
A. Pradetto u. a.: NATO-Osterweiterung.
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Quellenangabe
Brockhaus, NATO. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/nato