In den spanischen Gebieten Süd- und Mittelamerikas wurde eine gegen die Machtfülle der Konquistadoren gerichtete Verwaltungsstruktur aufgebaut, an deren Spitze Vizekönige beziehungsweise Generalkapitäne und Gerichtshöfe (Audiencias) standen. Oberste Zentralbehörde war der in Spanien ansässige Indienrat (Consejo Real y Supremo de las Indias). Die in Amerika geborenen Spanier (Kreolen) waren von Ämtern in der Verwaltung nicht ausgeschlossen; führende Stellen wurden aber meist mit europäischen Spaniern besetzt. Der Gegensatz zwischen Europa- und Amerikaspaniern bestimmte so zunehmend die koloniale

(76 von 538 Wörtern)
Möchten Sie Zugriff auf den vollständigen Artikelinhalt?

Quellenangabe
Brockhaus, Die spätere Kolonialzeit (17./18. Jahrhundert). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/lateinamerika/geschichte/die-spätere-kolonialzeit-1718-jahrhundert