Kunst [althochdeutsch kunst, ursprünglich »Wissen«, »Weisheit«, »Kenntnis«, auch »Fertigkeit«, zu können, ursprünglich »geistig vermögen«, »wissen«, »verstehen«], 1) im weitesten Sinn jede auf Wissen und Übung gegründete Tätigkeit (z. B. Reitkunst, Kochkunst); 2) in einem engeren Sinn die Gesamtheit des vom

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Der traditionelle Kunstbegriff

Platon achtete die bildenden Künste gering wegen ihres Unvermögens, über die Darstellung von Meinungen hinaus zu wahren Aussagen des Ideellen zu kommen (»Der Staat«, 10. Buch). Zugleich fasste er sie als eine Vorbereitung auf die höchsten geistigen Anstrengungen des Menschen auf. Darin folgten ihm alle antiken Autoren. Für das mittelalterliche Denken war die Kunst eine Möglichkeit, die Schöpfung (Werke Gottes) in Nichtunterscheidung von Handwerk und Kunst durch Übertragen in haltbare Materialien zu verewigen. I. Kant gab dann dem Kunstbegriff die individuelle Prägung.

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Problematik des heutigen Kunstbegriffs

Dem von Kant erkannten Vereinbarungsbegriff Kunst, der sich auf keine Norm stützen kann, gab Hegel einen neuen Akzent, als er erklärte, die Kunstproduktion fülle »unser höchstes Bedürfnis nicht mehr aus«, sie benötige zu ihrer Rechtfertigung die Reflexion. Diese Reflexion über die

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Quellenangabe
Brockhaus, Kunst. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/kunst-30