Jesus Christus [-kr-], zentrale Gestalt des Christentums. Der Name setzt sich

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Quellen

Wichtigste Quellen für Leben und Lehre Jesu sind die zwischen 65 und 100 n. Chr. in griechischer Sprache verfassten Evangelien des Neuen Testaments (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes), deren Gegenstand jedoch weniger der »historische Jesus«, als vielmehr der »Christus des Glaubens« ist. Nicht als historische Dokumente,

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Zeitgeschichtlicher Hintergrund und religiöses Umfeld

Seit der Eroberung Jerusalems durch Pompeius (63 v. Chr.) unterstand Palästina der römischen Oberherrschaft. 43 v. Chr. ernannte der römische Senat Herodes den Großen zum König von Judäa; er trat 37 v. Chr. seine Regentschaft an und zeichnete sich durch unbedingte Romtreue aus. Sein Territorium erstreckte sich auf Judäa,

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Das Leben Jesu

Aus den historisch eruierbaren Daten der Zeitgeschichte Jesu und den innerbiblischen Verweisen lassen sich einige Fixpunkte und eine ungefähre Chronologie erschließen. Als Heimatort Jesu gilt das galiläische Nazareth (Markus 1, 9; Matthäus 2, 23; 4, 13; 21, 11; Lukas 1, 26; 2, 4.39.51); mehrmals wird Jesus »Nazarener« genannt (Markus 1, 24; 10, 47; 14, 67; 16, 6). Der Verweis der Kindheitsgeschichten auf Bethlehem als Geburtsort (Matthäus 2, 1–12; Lukas 2, 1–20) ist nicht als geografische Ortsangabe, sondern als messianische »Interpretation« zu verstehen, als Erfüllung der alttestamentlichen Prophezeiung in Micha 5, 1: »Du aber,

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Die Verkündigung Jesu

Was die Texte des Neuen Testaments vermitteln, ist die »Sache Jesu«, sein religiöser Anspruch und seine Botschaft, wie diese von seinen Anhängern erfahren und überliefert worden ist. Grundlegend ist dabei die Verwurzelung Jesu in der jüdischen Tradition. Er ist geprägt von der frühjüdischen Apokalyptik mit ihren messianischen Erwartungen und versteht sich als Reformer Israels. Zentrales Thema seiner Botschaft ist das »Reich Gottes«, die »Königsherrschaft Gottes« (griechisch basileia tou theou). In Markus 1, 15 wird seine Predigt in zwei Sätzen zusammengefasst: »Die

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Neutestamentliche Christologie

Die ersten Anhänger Jesu fühlten sich durch Jesus selbst und seine Botschaft in ihrem Innersten existenziell angesprochen, »ins Herz getroffen« (Apostelgeschichte 2, 37). Dieses Getroffensein reichte über den Tod Jesu hinaus: Trotz

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Jesus Christus im Kontext nicht christlicher Religionen

Für die meisten Juden galt Jesus von Nazareth bis ins Mittelalter als ein Betrüger und Zauberer, der als Begründer einer götzendienerischen Religion zugleich auch ein Veranlasser der Judenfeindlichkeit gewesen sei. Eine neue Sichtweise setzte im 18. Jahrhundert ein. Seither setzen sich jüdische Theologen mit der Person Jesu besonders unter

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Jesus Christus in Literatur und Musik

Die literarische Behandlung der Lehre und Person Jesu Christi ist, auch dort, wo sie nicht mehr christlich motiviert ist, wesentlich geprägt durch die transliterarische, religiöse Bedeutung des Themas. Sie reicht von der althochdeutschen Evangelienharmonie Otfrids von Weissenburg (9. Jahrhundert) und dem altsächsischen »Heliand« (um 830) bis zu F. G. Klopstocks »Messias« (1748–73) und P. Ernsts Epos »Heiland« (1931), von den mittelalterlichen Legendendichtungen bis zu Selma Lagerlöfs »Kristuslegender« (1904), von den frühen lateinischen Hymnen des Ambrosius über

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Werke

Weiterführende Literatur:

M. Bauschke: Jesus – Stein des Anstoßes. Die Christologie des Korans u. die deutschsprachige Theologie (Neuausgabe 2000);
C. Cohn: Der Prozess u. Tod Jesu aus jüdischer Sicht (aus dem Englischen, Neuausgabe 2001);
W. Harnisch: Die Gleichniserzählungen Jesu. Eine hermeneutische Einführung (4
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Quellenangabe
Brockhaus, Jesus Christus. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/jesus-christus