Aus der archaischen Epoche liegen nur einige Hundert Inschriften in Oghamschrift vor. Im frühen Irland gab es trotz des politischen Partikularismus bereits eine Literatursprache ohne Dialektunterschiede. Der Aes dána (Stand der Künstler und Gelehrten) nahm eine privilegierte Stellung in der hierarchischen Gesellschaft ein. Die Filid (gelehrte Dichter, zuerst »Seher«, zum Teil Nachfolger der Druiden, Fili) bewahrten mündlich die Überlieferung (Senchas) der Familien und der Stämme und verfassten Preis- und Klagelieder auf ihre Schutzherren und Schmählieder auf deren Feinde. Die

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Quellenangabe
Brockhaus, Archaische (400–600) und frühe (600–1200) Epoche. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/irische-literatur/archaische-400-600-und-fruhe-600-1200-epoche