Seit den 1990er-Jahren wird die Unterscheidung von Sex und Gender mit dem Argument kritisiert, auch Sex, das körperliche Geschlecht, sei kein vorfindliches und unveränderbares Naturding, sondern beladen mit kulturellen Bedeutungen, ja sogar erst Ergebnis gesellschaftlicher Kategorisierungen – und damit selbst zentraler Bestandteil von Genderkonstruktionen. Dies lässt sich zeigen anhand der sozialen Praktiken, in denen Geschlechtszugehörigkeit unmittelbar nach der Geburt bestimmt wird.  Zwar ist die an den primären Geschlechtsmerkmalen orientierte Methode in 97 % der Fälle eindeutig, und die Wirklichkeit der organischen Ausstattung

(80 von 653 Wörtern)
Möchten Sie Zugriff auf den vollständigen Artikelinhalt?

Quellenangabe
Brockhaus, Zur sozialen Konstruktion des körperlichen Geschlechts. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/gender/zur-sozialen-konstruktion-des-körperlichen-geschlechts