Erzgebirge, tschechisch Krušné hory [ˈkruʃː ˈhɔri], 130 km langes und 30–35 km breites, von Südwesten nach Nordosten streichendes Mittelgebirge, über dessen Kammfläche (seit 1996 1 500 km2 großer Naturpark) die Grenze zwischen Deutschland (Sachsen) und der Tschechischen Republik (Böhmen) verläuft.

Das Erzgebirge wird geomorphologisch in das stärker zerschnittene Westerzgebirge und das weniger gegliederte

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Geschichte

Die zunehmende Besiedlung des Erzgebirges (althochdeutsch Fergunna »Eichwald«, »Waldgebirge«; altsächsisch Miriquidi[wald] »Dunkelwald«, u. a. belegt bei Thietmar von Merseburg [1004]) durch Bauern und Bergleute, vor allem aus Thüringen, Franken und dem Harz, bis in die Kammhöhe begann erst um 1150 mit der deutschen Ostsiedlung unter Markgraf Otto dem Reichen von Meißen; in den Rodungsherrschaften entstanden Waldhufendörfer. Im unerschlossenen Wald des Erzgebirges wurde 1136 das Benediktinerkloster Chemnitz gestiftet. Das erste Silbererz wurde 1168 in Freiberg, nachfolgend auch

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Quellenangabe
Brockhaus, Erzgebirge. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/erzgebirge-20