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Entstehung des Staatsnamens

Äthiopien, griechisch Aithiopia, hebräisch Kusch, bezeichnete ursprünglich das Land südlich des ersten Nilkatarakts (Assuan), also etwa das heutige Nubien (Südägypten, Nordsudan). In

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Das antike Reich Aksum

Lange vor Christi Geburt waren einzelne südarabische Gruppen, u. a. die Habaschat, auf die westliche Seite des Roten Meeres hinübergezogen. Sie fanden dort eine, u. a. durch Spuren dichter Besiedlung archäologisch nachgewiesene, altansässige, offenbar mehrheitlich kuschitischsprachige Bevölkerung vor, die sich bereits in staatlichen Gemeinwesen organisiert hatte (Punt). Die

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Bewahrung der Unabhängigkeit

Im 16. Jahrhundert drangen der islamische Emir von Harar, Ahmed Granj (eigentlich Ahmed B. Ibrahim al-Ghazi), und nach Zusammenbruch von dessen Herrschaft die nicht christlichen Oromo in Äthiopien ein. Mithilfe der Portugiesen unter C. da Gama (einem Sohn V. da Gamas) gelang es dem äthiopischen Herrscher 1541–43, die Muslime

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Regentschaft von Haile Selassie I.

Nach dem Tod von Kaiserin Zauditu (1916–30) bestieg Ras Teferi Makonnen 1930 als Kaiser Haile Selassie I. den Thron. Der italienische Angriff auf Äthiopien im Oktober 1935 unterbrach die Ansätze zu einer politischen und wirtschaftlichen Modernisierung. Mit der Eroberung von

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Niedergang der Monarchie und Errichtung einer sozialistischen Militärherrschaft

Die Armut großer Teile der Bevölkerung, nach 1970 noch verstärkt durch Hungersnöte in Dürregebieten des Landes, sowie das autokratische Regierungssystem des Kaisers lösten v. a. in den unteren Rängen der Armeeführung und bei den jungen Intellektuellen große Unzufriedenheit aus. Im Februar 1974 zwang das Militär Haile Selassie zur Umbildung seiner Regierung. Im September 1974 übernahm das Militär die Macht, setzte den Kaiser ab, hob die

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Demokratischer Reformprozess

Im Mai 1991 wurde Addis Abeba eingenommen und die Regierung gestürzt. Mengistu Haile Mariam floh nach Simbabwe. Neuer Staatspräsident wurde im Juli 1991 Ato Meles Zenawi, Führer der Ethiopian People's Revolutionary Democratic Front (EPRDF). Die EPLF bildete im Juni 1991 eine eigene Regierung für Eritrea, das seitdem faktisch unabhängig war. In der Volksbefragung 1993 votierten 98,8 % der Eritreer für die Proklamation eines unabhängigen Staates. Am 3.5.1993 erkannte die Regierung Äthiopiens die Souveränität ihrer ehemaligen Provinz an. 1995 unterzeichneten Eritrea und

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/äthiopien/geschichte