In der Tradition klassischer Epiker wie Homer enthält die »Aeneis« zunächst allgemein verbreitete Elemente wie den Göttern als handelnde Figuren oder die nicht-lineare Erzählstruktur, indem die Handlung immer wieder von ausgedehnten Rück- und Vorausblicken unterbrochen wird.

Vergil steuerte aber auch eigene Erzählmotive bei. So kennzeichnet die Person des Aeneas die Unterwerfung unter den göttlichen Schicksalsspruch (»fatum«), der ihm vorbestimmt hat, den Trojanern eine neue Heimat in Latium zu finden und zum Stammvater

(72 von 504 Wörtern)
Möchten Sie Zugriff auf den vollständigen Artikelinhalt?

Quellenangabe
Brockhaus, Zentrale Motive und Kontroversen. http://brockhaus.de/ecs/julex/article/aeneis-20/zentrale-motive-und-kontroversen